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Intercontinental Exchange Warum Börsenbetreiber ICE Interesse an Ebay hatte

Der Börsenbetreiber ICE wäre bereit gewesen, rund 30 Milliarden Dollar für Ebay zu zahlen. Doch der Onlinehändler winkte ab.
05.02.2020 - 18:00 Uhr Kommentieren
Der Konzern steckt derzeit in einer Krise. Quelle: dpa
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Der Konzern steckt derzeit in einer Krise.

(Foto: dpa)

New York Der Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE) ist in den vergangenen Jahren mit einer Reihe von Übernahmen zu einem der dominanten Anbieter im Markt gewachsen. Der neueste geplante Zukauf ging für ICE-Chef Jeff Sprecher nicht auf. Der Mutterkonzern der New York Stock Exchange (Nyse) hatte Interesse an dem Onlinekaufhaus Ebay, wie die ICE am Dienstag bestätigte.

Der Börsenbetreiber habe mit Ebay Optionen ausloten wollen, „die für die Aktionäre in beiden Unternehmen von Vorteil wären“, teilte ICE mit. Doch „Ebay habe kein nennenswertes Interesse gezeigt“. Das „Wall Street Journal“ hatte zuerst über die Pläne berichtet. ICE sei bereit gewesen, rund 30 Milliarden Dollar für den Onlinehändler zu zahlen.

Ein Zusammenschluss wäre allerdings äußerst ungewöhnlich. ICE hat sich auf das Betreiben von Handelsplattformen für Aktien und Futures spezialisiert. Zum Konzern gehören neben der Nyse auch die Chicago Stock Exchange, die ICE 2018 übernahm, sowie die Internationale Petroleum Börse aus London. Zudem verkauft der Konzern Finanzdaten. Ein Onlinekaufhaus, bei dem keine Finanzprodukte, sondern Handelswaren wie Schuhe und Kleider verkauft werden, wäre ein deutlicher Strategieschwenk.

ICE sei vor allem an dem Onlinehandel interessiert, der sich in den vergangenen Jahren ähnlich wie der von Branchenführer Amazon organisiert hat. Das Geschäft mit Kleinanzeigen, das Ebay weiterhin betreibt, sei weniger relevant für ICE, berichteten verschiedene Medien.

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    Ebay steckt derzeit in einer Krise. Vorstandschef Devin Wenig verließ den einstigen Internet-Star im vergangenen September, nachdem es Auseinandersetzungen mit dem Verwaltungsrat gegeben hatte. Seitdem ist das Unternehmen ohne einen permanenten Chef.

    Seit Jahren gibt es Druck von Aktivisten: Star-Investor Carl Icahn stieg bereits 2015 ein und drängte auf die Abspaltung des Bezahldienstleisters Paypal, der ursprünglich auch zu Ebay gehörte. Nun sind die für ihren Aktivismus bekannten Hedgefonds Elliott Management und Starboard eingestiegen und fordern deutliche Veränderungen.

    Im vergangenen Jahr verkaufte Ebay auf Druck der Investoren den Tickethändler StubHub an den Schweizer Konkurrenten Viagogo Entertainment für gut vier Milliarden Dollar. Geht es nach dem Willen der Hedgefonds soll als Nächstes das Geschäft mit den Kleinanzeigen abgespalten werden, das Branchenschätzungen zufolge rund zehn Milliarden Dollar wert sein könnte.

    ICE-Aktionäre reagierten verunsichert auf die Übernahmepläne. Das Papier verlor am Dienstag knapp acht Prozent und lag am Mittwoch im frühen New Yorker Handel knapp ein Prozent im Plus. Branchenkennern zufolge könnte Ebay vielleicht auch für die ICE-Tochter Bakkt nützlich sein, die sich auf den Handel und die Verwahrung von digitalen Währungen spezialisiert hat.

    Für traditionelle Börsenanbieter ist es zuletzt immer schwieriger geworden, durch Übernahmen zu wachsen, da sich die Branche in den vergangenen Jahren ohnehin stark konsolidiert hat und regulatorische Vorschriften strenger geworden sind. 2016 erwog ICE, die London Stock Exchange zu übernehmen, zog sich dann jedoch zurück und überließ der Deutschen Börse das Feld, die letztendlich am Widerstand der Regulierungsbehörden scheiterte.

    Mehr: René Benko sichert sich mit der Übernahme des Schweizer Händlers Globus Zugriff auf Top-Immobilien – und hat für diese einen ehrgeizigen Plan.

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