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Internetkonzern Larry Page und Sergey Brin geben Unternehmensführung von Alphabet ab

Die beiden Gründer von Google ziehen sich aus der operativen Führung bei Alphabet zurück. Nachfolger von Page soll Google-Chef Sundar Pichai werden.
03.12.2019 Update: 03.12.2019 - 23:16 Uhr Kommentieren
Bild aus dem Jahr 2004: Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin Quelle: dpa
Google-Gründer

Bild aus dem Jahr 2004: Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin

(Foto: dpa)

San Francisco Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin geben die operative Führung des Mutterkonzerns Alphabet auf. Page werde als Vorstandschef und Brin als Präsident zurücktreten, teilten die beiden am Dienstag über einen Google-Blog mit.

Beide sollen aber weiter im Verwaltungsrat des Unternehmens vertreten sein.

Neuer Vorstandschef von Alphabet wird demnach Google-Chef Sundar Pichai, der auch dort den Posten behalten soll, den er seit vier Jahren innehat. Die Personalwechsel erfolgen mit sofortiger Wirkung. Anleger nahmen die News gelassen auf, am Aktienmarkt gab es nachbörslich zunächst kaum eine Reaktion.

Brin und Page schrieben in dem Blog, das Unternehmen habe sich weiterentwickelt und sei gereift, seit sie es 1998 im Silicon Valley gegründet hatten. „Heute, im Jahr 2019, wäre das Unternehmen, wenn es eine Person wäre, ein junger 21-jähriger Erwachsener und es wäre Zeit, das Nest zu verlassen“, schrieben sie.

Die beiden hatten sich bereits in den vergangenen Monaten zunehmend aus dem Tagesgeschäft von Alphabet zurückgezogen. Sie kamen nicht mehr zu den wöchentlichen Frage- und Antwortstunden mit den Angestellten und Page war auch nicht bei der Aktionärsversammlung im Sommer, obwohl er noch Vorstandschef war.

Die beiden würdigten ihren Nachfolger Pichai für seine Arbeit in den vergangenen Jahren und versprachen, sich auch als Verwaltungsräte und Aktionäre aktiv an Alphabet zu beteiligen. Gemeinsam halten sie nach wie vor mehr als 50 Prozent der Stimmanteile an Alphabet, wie aus Unterlagen hervorgeht, die im April bei der Finanzaufsichtsbehörde SEC eingereicht wurden.

Mehr: Die EU-Kommission nimmt die Praktiken von Google ins Visier. Es geht darum, welche Daten der Konzern sammelt und wofür er sie nutzt.

  • ap
  • dpa
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