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Internetkonzern Verbraucherschützer reichen in neun EU-Ländern Beschwerde gegen Google ein

Die Organisationen werfen Google vor, Nutzerdaten an Werbefirmen zu verkaufen. Der Konzern steht derzeit für seine Geschäftspraktiken in der Kritik.
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Zuletzt hatten EU-Wettbewerbshüter gegen Google eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro wegen Missbrauchs seiner beherrschenden Stellung für Online-Werbung verhängt. Quelle: Reuters
Google-Büro in London

Zuletzt hatten EU-Wettbewerbshüter gegen Google eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro wegen Missbrauchs seiner beherrschenden Stellung für Online-Werbung verhängt.

(Foto: Reuters)

BrüsselVerbraucherschützer haben in neun europäischen Ländern Beschwerden gegen Google wegen dessen Werbepraktiken eingereicht. Sie werfen dem Suchmaschinenbetreiber vor, gegen Vorschriften zum Datenschutz verstoßen zu haben.

Konkret geht es um das Vorgehen von Google, persönliche Daten von Nutzern in Echtzeit an Werbefirmen zu verkaufen, damit diese gezielt Werbung schalten könnten, wie Anwältin Eva Simon erklärte, die die Beschwerden für die Verbände organisiert.

Wer etwa im Internet bei Google Informationen über bestimmte Produkte sucht, erhält dazu bereits kurze Zeit später immer wieder Werbung zu diesen oder ähnlichen Produkten – selbst dann, wenn inzwischen wieder eine andere Website besucht wurde.

Die Klagen wurden eingereicht in Deutschland, Frankreich, Belgien, Bulgarien, Estland, Ungarn, Italien, Slowenien und der Tschechischen Republik. Google war zunächst nicht für einen Kommentar zu erreichen.

Die Geschäftspraktiken und die Marktmacht der Technologieriesen sind vielen Politikern und Verbraucherschützern in der EU und in den USA schon lange ein Dorn im Auge. Zuletzt hatten EU-Wettbewerbshüter gegen Google eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro wegen Missbrauchs seiner beherrschenden Stellung für Online-Werbung verhängt.

Auch in den USA stehen Internetriesen inzwischen stärker im Fokus von Wettbewerbshütern und Datenschützern. Insidern zufolge werden Amazon und Facebook künftig von der US-Branchenaufsicht FTC untersucht, die Google-Mutter Alphabet und Apple vom Justizministerium.

Mehr: Die US-Kommunikationsaufsicht bekommt neue Befugnisse und will Wettbewerbsverstöße von Facebook prüfen. Das Justizministerium ermittelt gegen einen weiteren Tech-Riesen.

  • rtr
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