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Interview Telekom-Managerin Williams: „Mobilfunk ist WLAN oft überlegen“

Antje Williams will Geschäftskunden vom Vorteil eigener Mobilfunknetze auf dem Firmengelände überzeugen. Im Interview erklärt sie, warum das ihrer Meinung nach nötig ist.
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„Wir haben heute in Deutschland etwa 4 000 Campus-Netze für Unternehmen, Krankenhäuser, Universitäten und Flughäfen. Für die Hälfte davon könnte unser Angebot interessant sein.“ Quelle: Deutschen Telekom
Antje Williams

„Wir haben heute in Deutschland etwa 4 000 Campus-Netze für Unternehmen, Krankenhäuser, Universitäten und Flughäfen. Für die Hälfte davon könnte unser Angebot interessant sein.“

(Foto: Deutschen Telekom)

Frau Williams, die Telekom bietet künftig größeren Unternehmen eigene Campus-Mobilfunknetze an. Wieso ist das nötig? Bislang funktioniert es ja mit WLAN gut. 

Die Produktion wird immer flexibler. In wichtigen Punkten ist der Mobilfunk WLAN überlegen – zum Beispiel beim Übergang von einer Funkzelle zur nächsten. Unser Pilotkunde Osram hatte etwa Probleme, dass Roboter beim Wechsel der Funkzelle stillstanden. Das ist mit Mobilfunk einfach zu lösen. Außerdem ist das Mobilfunkspektrum ja lizenziert – es gibt keine Störung, etwa durch private Geräte der Mitarbeiter.

Viele Unternehmen klagen, dass die Mobilfunknetze oft unzureichend ausgebaut sind. Muss künftig zahlen, wer sein Unternehmen zusätzlich versorgt haben will?
Natürlich wollen wir mit dem Netzausbau Geld verdienen. Vor allem aber sind die Anforderungen an ein Mobilfunknetz, das WLAN in einer Fabrik ersetzen kann, viel höher als diejenigen der Konsumenten. Selbst bei perfekter Abdeckung auf einem Industriegelände reicht das öffentliche Netz nicht aus. Hochsensible Fertigung braucht etwa eine doppelte Absicherung gegen Ausfälle und hohen Datendurchsatz.

Wie sicher kann so ein Netz gegen Angreifer sein? 
Ein Campus-Netz besteht aus einem privaten und einem öffentlichen Netz. Das private Netz lässt sich vom öffentlichen Netz abschirmen — wie ein Computer, der nicht am Internet hängt. Der Campus-Besitzer kann bestimmen, welche Daten den Campus nicht verlassen. 
Heißt das: Wer kein Campus-Netz kaufen will, bekommt ein unsicheres und unzuverlässiges Netz? 
Nein, das öffentliche Netz ist gut. Die Schutzmöglichkeiten im privaten Netz sind anders. Auch im öffentlichen Netz können Industrieanwendungen laufen – das ist heute schon so. Wer Produktion darüber steuern will, gelangt an technische Grenzen.

Wie groß ist die Zielgruppe für Campus-Netze?
Wir haben heute in Deutschland etwa 4 000 Campus-Netze für Unternehmen, Krankenhäuser, Universitäten und Flughäfen. Für die Hälfte davon könnte unser Angebot interessant sein. 

Wie viel teurer ist das als ein heute ‧übliches WLAN-Netz?
Wenn es wettbewerbsfähig sein soll, muss es einen ähnlichen Preisrahmen haben – es sei denn, der Nutzen ist viel höher. Industrie-WLAN ist ja ebenfalls teurer als normales Büro-WLAN.

Mehr: Die Telekom startet das erste Privatkundenangebot – auf kleiner Fläche. Ihre Konkurrenten umwerben zunächst vor allem Kunden aus der Industrie.

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