Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

iPhone-Konzern Apple übertrifft Erwartungen – und schüttet 75 Milliarden Dollar an Anleger aus

Der Aktienrückkauf und positive Quartalszahlen gaben der Aktie Auftrieb. Rückgänge bei iPhone und Mac-Computer trüben zwar die Apple-Zahlen, doch Tim Cook ist zuversichtlich.
Update: 01.05.2019 - 01:43 Uhr Kommentieren
Apple hält die Flaute im iPhone-Geschäft für überstanden und hat für das laufende Quartal höhere Umsätze in Aussicht gestellt als erwartet. Quelle: dpa
Apple

Apple hält die Flaute im iPhone-Geschäft für überstanden und hat für das laufende Quartal höhere Umsätze in Aussicht gestellt als erwartet.

(Foto: dpa)

Cupertino Apple hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen der Börse übertroffen. Zudem schüttet der iPhone-Konzern über einen Aktienrückkauf weitere 75 Milliarden Dollar an Anleger aus. Während es beim iPhone und Mac-Computer im Jahresvergleich Umsatzrückgänge gab, legte das Geschäft mit iPads, Geräten wie Computer-Uhren und Ohrhörern Geräten sowie Online-Diensten zu.

Das Unternehmen hält die Flaute im iPhone-Geschäft unterdessen für überstanden und hat für das laufende Quartal höhere Umsätze in Aussicht gestellt als erwartet. Firmenchef Tim Cook zeigte sich bei der Veröffentlichung der Bilanzzahlen zuversichtlich für den künftigen Geschäftsverlauf.

Der zuletzt vor allem in China schwächelnde iPhone-Absatz sei in den vergangenen Wochen wieder besser gelaufen, sagte Cook in einem Interview. Dies und die nach wie vor starke Nachfrage nach anderen Produkten wie der Apple Watch stimme den Konzern zuversichtlich, dass es nun wieder bergauf gehe.

Der Rückgang der iPhone-Umsätze im vergangenen Quartal sei komplett auf die Entwicklung in sogenannten Wachstumsmärkten der Schwellen- und Entwicklungsländer zurückzuführen, erklärte Apple. Man steuere mit Preissenkungen und Rückkauf-Angeboten für alte Geräte gegen und das zeige Wirkung. In China hatte der Smartphone-Hersteller kürzlich die Preise für iPhones gesenkt.

Der Quartalsumsatz sank im Jahresvergleich zwar um 5 Prozent auf 58 Milliarden Dollar, lag aber über den Prognosen der Analysten, die rund 55 Milliarden Dollar lagen. Apple war bereits im Weihnachtsquartal von einem Rückgang der iPhone-Verkäufe vor allem in China getroffen worden. Auch im vergangenen Vierteljahr schrumpfte das Geschäft in China: Von gut 13 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf nun 10,2 Milliarden Dollar. Der weltweite iPhone-Umsatz sank von 37,6 auf gut 31 Milliarden Dollar. Apple nennt keine Stückzahlen verkaufter Geräte mehr.

Der Gewinn in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal fiel im Jahresvergleich um 15,7 Prozent auf 11,56 Milliarden Dollar, wie Apple nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel angesichts der übertroffenen Erwartungen über und des Aktienrückkaufs im nachbörslichen Handels zeitweise um fünf Prozent zu. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel höher aus als von Analysten erwartet.

Im iPad-Geschäft legten die Erlöse binnen eines Jahres von rund 4 auf 4,87 Milliarden Dollar zu. Apple hat jüngst inzwischen unter anderem ein neues Modell des teureren iPad Pro im Angebot. Mehr als die Hälfte der iPad-Käufer im vergangenen Quartal hätten sich zum ersten Mal ein Apple-Tablet zugelegt, betonte Cook.

Das Service-Geschäft, zu dem unter anderem der Streaming-Dienst Apple Music sowie die Erlöse aus dem App Store und dem Speicherdienst iCloud gehören, wuchs von 9,85 auf 11,45 Milliarden Dollar. Apple hat inzwischen 390 Millionen Abo-Kunden in verschiedenen Diensten und will im Jahr 2020 die Marke von 500 Millionen knacken. Die Dienste werden als ein Weg gesehen, mehr Geld mit bestehenden Kunden zu verdienen.

Mit der Apple Watch und den Ohrhörern AirPods ist Apple außerdem inzwischen der erfolgreichste Hersteller von sogenannten Wearables. Die Sparte mit diesen Geräten steigerte den Umsatz von 3,9 auf 5,13 Milliarden Dollar. Bei den Mac-Computern gab es unterdessen einen Rückgang von 5,8 auf 5,5 Milliarden Dollar, der dem Konzern zufolge von Engpässen bei Chiplieferungen ausgelöst wurde.

Apple hielt zum Quartalsende Reserven von 225 Milliarden Dollar - dem stehen Verbindlichkeiten von rund 112 Milliarden Dollar gegenüber. Der Konzern hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach Geld am Markt für Ausschüttungen an Aktionäre beschafft, um die Auslandsgewinne nicht zum hohen Steuersatz von insgesamt 40 Prozent in die USA bringen zu müssen. Nach der US-Steuerreform hat sich das dieses Problem allerdings erledigt.

  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: iPhone-Konzern - Apple übertrifft Erwartungen – und schüttet 75 Milliarden Dollar an Anleger aus

0 Kommentare zu "iPhone-Konzern: Apple übertrifft Erwartungen – und schüttet 75 Milliarden Dollar an Anleger aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote