IT-Branche: SAP und Oracle verlangen mehr Geld für Software-Wartung – Kunden reagieren verärgert
Der Manager steht unter Druck: Aktionäre fordern, dass SAP die Profitabilität steigert.
Foto: dpaDüsseldorf. SAP hat erneut eine Preiserhöhung angekündigt: Der Softwarehersteller verlangt ab 2023 für die Wartung von Softwareinstallationen bis zu 3,3 Prozent mehr als bislang. In einem Schreiben, das seit Anfang September an die Kunden verschickt wird, begründete der Konzern den Schritt mit der hohen Inflationsrate.
Der Softwarehersteller betonte, dass er die Wartungsgebühren in den letzten zehn Jahren „weitgehend stabil gehalten“ und während der Coronapandemie auf Erhöhungen verzichtet habe. Nun verzeichne er aber „höhere Energie- und Arbeitskosten sowie steigende Aufwendungen für Dienstleistungen von Drittanbietern“.
Die Kundenorganisation DSAG kritisierte den Schritt. „Bei all dem, was am IT-Markt passiert, muss man die Frage stellen: Sind die aktuell stattfindenden Preisanstiege wirklich inflationsbedingt?“, sagte Thomas Henzler, Fachvorstand für Lizenzen, dem Handelsblatt.
Was zum Unmut beiträgt: SAP hat kürzlich bereits eine Preiserhöhung für Cloud-Dienste angekündigt. Der Konzern will in den Verträgen eine Klausel einfügen, die eine automatische Gebührenerhöhung von jährlich 3,3 Prozent vorsieht. Derzeit laufen noch Verhandlungen mit der Anwendergruppe.