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IT-Systemhaus Vorstandschef Thomas Volk verlässt überraschend Cancom

Der Cancom-Chef geht nach nur einem Jahr an der Spitze. Der Grund ist wohl ein Streit über die richtige Strategie.
09.01.2020 Update: 09.01.2020 - 15:10 Uhr Kommentieren
Er kannte Cancom seit vielen Jahren. Quelle: Camcon
Thomas Volk

Er kannte Cancom seit vielen Jahren.

(Foto: Camcon)

München Es ist häufig eine recht undankbare Aufgabe, als erster externer Manager – nach dem Gründer – den Vorstandsvorsitz einer Firma zu übernehmen. Beim IT-Systemhaus Cancom hatte Klaus Weinmann immerhin 25 Jahre lang an der Spitze gestanden und das Münchener Unternehmen zu Erfolgen geführt.

Doch als Thomas Volk vor gut einem Jahr neuer Cancom-Chef wurde, fühlte er sich für die Herausforderung gut gewappnet. Schließlich gehörte er zu diesem Zeitpunkt schon anderthalb Jahre dem Vorstand an und hatte die Firma zuvor bereits beraten. Der Informatiker hatte zudem unter anderem bei Hewlett-Packard, Cybase und Dell Managementerfahrung gesammelt und IDS Scheer geführt.

Im Ausland wollte Volk dann auch mit Cancom verstärkt expandieren und das Cloud-Geschäft ausbauen. Auf dem Wachstumskurs nahm er eine zeitweise Margenverschlechterung bei dem ungewöhnlich profitablen IT-Systemhaus in Kauf, machte aber mit einem starken dritten Quartal 2019 wieder Boden gut. In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz um 22 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um knapp 20 Prozent auf 94 Millionen Euro.

Doch obwohl sich der Aktienkurs von Cancom 2019 fast verdoppelte und Volk nach dem Aufstieg in den MDax langfristig sogar schon den Dax ins Visier nahm, musste er nun überraschend gehen. Volk verlasse den IT-Dienstleister Ende Januar „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige strategische Entwicklung“, hieß es in einer dürren Mitteilung.

Womöglich habe der Abgang etwas mit den Verkaufsspekulationen rund um Cancom zu tun, mutmaßten Händler. Weinmann, der noch an Cancom beteiligt ist, hatte im September von wiederholten Interessenbekundungen berichtet und erklärt, seine Optionen im Interesse des Unternehmens auszuloten.

Vorstand Rudolf Hotter soll nun die Führung übernehmen. Der Gründer der Computer Partner AG sitzt seit knapp 15 Jahren im Vorstand. Der Cancom-Aktienkurs brach nach Bekanntgabe des überraschenden Abgangs von Volk am Donnerstag zwischenzeitlich um sechs Prozent auf unter 50 Euro ein.

Mehr: Cancom gehört zu den profitabelsten Unternehmen seiner Branche. Nun hat das IT-Systemhaus bereits den größten deutschen Index als Fernziel im Visier.

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