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Kapitalmarkttag Telekom stellt Funkturmsparte „ins Schaufenster“ – und höhere Gewinne in Aussicht

Ein Deal könne „noch mal zusätzliche Liquidität“ schaffen, so CEO Höttges. Aktionäre dürfen in den nächsten Jahren auf höhere Dividenden hoffen.
20.05.2021 Update: 20.05.2021 - 16:37 Uhr Kommentieren
Der Telekom-Chef rechnet mit besseren Ergebnissen und höheren Dividenden – trotz der Milliardeninvestitionen. Quelle: imago images/sepp spiegl
Timotheus Höttges

Der Telekom-Chef rechnet mit besseren Ergebnissen und höheren Dividenden – trotz der Milliardeninvestitionen.

(Foto: imago images/sepp spiegl)

Düsseldorf, Frankfurt Die Deutsche Telekom prüft einen Umbau ihres Portfolios, um sich finanziellen Spielraum zu verschaffen. Der Dax-Konzern werde die Einheit in den Niederlanden und das Geschäft mit Funktürmen „ins Schaufenster stellen“, sagte Vorstandschef Timotheus Höttges am Donnerstag auf einer virtuellen Investorenkonferenz.

Dabei seien sowohl der Verkauf von Anteilen wie auch die Beteiligung an einem anderen Unternehmen möglich, sagte Höttges. Das geschehe aber aus einer Position der Stärke heraus: „Wir machen keine schlechten Deals und müssen auch keine schlechten Deals machen.“ Dieses Vorgehen könne „noch mal zusätzliche Liquidität“ schaffen.

Der Konzern hat durch die Fusion von T-Mobile und Sprint in den USA 129,5 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten angehäuft und befindet sich damit oberhalb seines selbst gesteckten Schuldenkorridors. Zudem stehen hohe Investitionen an – besonders, um den neuen Mobilfunkstandard 5G und Glasfaserleitungen auszubauen.

Zudem will die Telekom dauerhaft die Kontrolle über das Amerikageschäft behalten: „Ja, wir werden uns die Mehrheit an T-Mobile sichern“, sagte Höttges und bestätigte damit einen Handelsblatt-Bericht. Mindestens 50 Prozent plus eine Aktie sind das Ziel. Derzeit liegt der Anteil bei 43 Prozent, die Mehrheit der Stimmrechte hält der Konzern bis 2024 aufgrund einer Vereinbarung mit Softbank.

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    Im Vorfeld des Kapitalmarkttages überzeugte das Management um Höttges die Aufsichtsräte von dieser strategischen Weichenstellung. Zuvor hatte es in den Reihen der Arbeitnehmer und des Bundes, der Großaktionär ist, Vorbehalte gegeben. Diese Bedenken seien nun ausgeräumt, hieß es in hochrangigen Kreisen.

    Milliardeninvestitionen in Deutschland

    Die Expansion in den USA sei nie zulasten von Europa gegangen, betonte Höttges. Allein in Deutschland will die Telekom ihre Investitionen auf sechs Milliarden Euro steigern. 2024 sollen 97 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard 5G nutzen können.

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    Trotz der Investitionen dürfen Aktionäre in den kommenden Jahren auf bessere Ergebnisse und höhere Dividenden hoffen. Beim Umsatz plant die Telekom nach wie vor mit einem Plus von jährlich ein bis zwei Prozent. Das bereinigte Ergebnis nach Leasingkosten (Ebitda AL) – eine wichtige Kennzahl – soll bis 2024 aber im Schnitt um drei bis fünf Prozent steigen, statt um zwei bis vier Prozent.

    Für das Ergebnis pro Aktie peilt die Telekom eine Steigerung von 1,20 Euro auf 1,75 Euro an – ein jährliches Plus von knapp acht Prozent. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Dividende, soll die Ausschüttung doch 40 bis 60 Prozent betragen. Bis zu 1,05 Euro könnten Aktionäre also pro Papier erhalten, wenn sich die Prognosen bewahrheiten. Die Untergrenze bleibt bei 60 Cent pro Aktie, die auch im laufenden Jahr fließen. Größter Profiteur der Zahlungen ist der Bund, der knapp 32 Prozent der Aktien hält.

    Bei den Aktionären warb Höttges für einen anderen Bewertungsmaßstab. Die Telekom entwickle sich deutlich besser als Konkurrenten wie Vodafone, Orange und Telefónica, sie wachse in einem ähnlichen Tempo wie Konsumgüterhersteller. „Da wollen wir uns positionieren.“

    Die Anleger reagierten positiv, die Telekom-Aktie notierte Donnerstagnachmittag mehr als 1,5 Prozent im Plus und war damit einer der stärksten Werte im Leitindex Dax. Analysten sehen weiteres Potenzial für Kursgewinne: Der mittelfristige Ausblick sei besser als erwartet und habe positive Auswirkungen auf die Schätzungen der Banken, urteilt Goldman Sachs, das ein Kursziel von 23 Euro ausgibt.

    Mehr: AT&T verabschiedet sich aus dem Mediengeschäft – das bedeutet mehr Konkurrenz für T-Mobile US

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