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Kontaktverfolgung SAP und Telekom rudern zurück: Kritik an Apple für Fehler in Corona-App revidiert

Für einen gravierenden Fehler in der App hatten SAP und Telekom den US-Konzern Apple verantwortlich gemacht. Jetzt ändern sie ihre Aussage.
28.07.2020 - 19:44 Uhr Kommentieren
Die Anwendung soll Bürger vor möglichen Infektionen mit dem Coronavirus warnen. Quelle: imago images/Friedrich Stark
Corona-Warn-App

Die Anwendung soll Bürger vor möglichen Infektionen mit dem Coronavirus warnen.

(Foto: imago images/Friedrich Stark)

Düsseldorf Die Corona-Warn-App ist mehr als 17 Millionen Mal heruntergeladen worden. Vor wenigen Tagen räumten die Entwickler von Deutscher Telekom und SAP jedoch ein, dass auf Apple-Geräten über längere Zeit die automatischen Warn-Meldungen nicht richtig funktioniert haben. Die Ursache habe im Betriebssystem von Apple gelegen. Diese Aussage stellt sich heute als nicht ganz richtig heraus.

Noch am Samstagabend hatten die Dax-Konzerne die überarbeite Version der App (1.1.2) veröffentlicht – die den Fehler beheben soll – und ein Statement verbreitet, das auch die Bundesregierung verteilte, in dem es hieß: „Für iOS hat das Entwicklerteam heute einen Weg gefunden, die betriebssystembedingten Einschränkungen zu umgehen, bis Apple das Systemproblem selbst gelöst hat.“

Die Aussage sorgte für Aufregung und Kritik. Der US-Konzern Apple wurde als Verursacher dargestellt. In Berlin forderten erste Politiker Konsequenzen.

Am Dienstagabend ruderten SAP und Telekom jedoch zurück. Sprecher der Firmen räumten ein, dass die Schwierigkeiten mit der Apple-Betriebssystem-Version iOS 13.6 behoben worden waren. Die Software hatte der US-Konzern ab dem 15. Juli ausgerollt. Sie stand also am Samstag bereits seit zehn Tagen zur Verfügung, während SAP und Telekom verbreiteten, Apple habe das „Systemproblem“ noch nicht gelöst.

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    Konkret teilten die Unternehmen am Dienstag mit: „Mit der aktuellen Version 1.1.2. der Corona-Warn-App sind die Einschränkungen bei der Hintergrundaktualisierung behoben. Voraussetzung dafür ist, dass die aktuelle Version 13.6 des iOS-Betriebssystems installiert ist.“ Apple verwies auf Anfrage auf das Statement von SAP und Telekom.

    Für Telekom und SAP geht es um viel

    Die Dax-Konzerne riefen Apple-Nutzer auf, sicherzustellen, dass auf ihren Geräten wirklich die neueste Betriebssystemversion installiert ist und auch die neueste Version der Corona-App im Einsatz sei. Die Konzerne rieten: „Sicherheitshalber empfehlen wir trotzdem, die App einmal pro Tag zu öffnen.“

    Für die deutschen Großkonzerne geht es bei der Corona-Warn-App um viel. Die Anwendung soll nicht nur helfen, Leben zu retten, indem Infektionsketten mit dem Coronavirus unterbrochen werden. Auch hatten SAP-CEO Christian Klein und Telekom-Chef Timotheus Höttges die App persönlich als Erfolg und als Ausdruck der Leistung ihrer Unternehmen gefeiert.

    Dafür werden die Konzerne auch bezahlt. Die Kosten für die Corona-Warn-App belaufen sich zunächst auf rund 70 Millionen Euro. SAP soll nach Angaben des Finanzministeriums rund 9,5 Millionen Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die Entwicklung der App erhalten. Dazu kommen zwei Millionen Euro für die Wartung in diesem und im kommenden Jahr.

    Die Telekom-Tochter T-Systems soll bis zu 7,79 Millionen Euro (zuzüglich Umsatzsteuer) für die Inbetriebnahme erhalten. Darüber hinaus soll T-Systems für den Betrieb mit zunächst 43 Millionen Euro vergütet werden.

    Mehr: Kommentar: Die Fehler der Corona-App offenbaren eine gefährliche Schweigsamkeit der Firmen.

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    0 Kommentare zu "Kontaktverfolgung: SAP und Telekom rudern zurück: Kritik an Apple für Fehler in Corona-App revidiert"

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