Künstliche Intelligenz: AI Act – Wie die EU künftig ChatGPT regulieren will
Gefährliche Entwicklung? Europa will mit dem AI Act einen Rechtsrahmen für die Technologie schaffen.
Foto: dpaDüsseldorf, Brüssel. Die Warnung hat Schlagzeilen gemacht: Eine illustre Gruppe von Unternehmern und Wissenschaftlern rund um Elon Musk fordert, Künstliche Intelligenz (KI) streng zu regulieren – niemand könne die neue Generation verstehen, vorhersagen und verlässlich kontrollieren, was zu einer Bedrohung für die Zivilisation werde, heißt es in einem offenen Brief.
Viele Manager, Gründer und Forscher in Europa haben jedoch andere, konträre Befürchtungen. Statt einer unkontrollierten Entwicklung sehen sie die Gefahr von Überregulierung, die europäischen Anbietern im internationalen Konkurrenzkampf schadet. Die Wettbewerber sind agiler und verfügen über mehr Kapital.
Denn: In der Europäischen Union (EU) könnte der Einsatz dieser Technologie in Zukunft bald schon deutlich erschwert werden. Die Institutionen in Brüssel arbeiten am Artificial Intelligence (AI) Act. Gerade gehen die Verhandlungen im Europäischen Parlament in die heiße Phase. Was könnte der AI Act bewirken – und was bedeutet das für europäische KI-Unternehmen? Das Handelsblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.
ChatGPT und AI Act: Was bedeutet eine Regulierung von KI?
Wie die Technologie, die Programme wie ChatGPT ermöglicht, genau reguliert wird, steht noch nicht fest. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass sie pauschal als Hochrisikotechnologie eingestuft wird – was weitreichende Verpflichtungen für Firmen hätte, die damit arbeiten.