Lernplattform Udacity Googles Roboauto-Pionier will deutsche Ingenieure schulen

Sebastian Thrun startete einst das Roboterauto-Projekt bei Google. Jetzt will der Visionär aus dem Silicon Valley mit seiner Online-Lernplattform Udacity Wissen über selbstfahrende Autos nach Deutschland bringen.
Der Roboterauto-Pionier Sebastian Thrun bringt seine Online-Lernplattform Udacity nach Deutschland. Quelle: dpa
Sebastian Thrun

Der Roboterauto-Pionier Sebastian Thrun bringt seine Online-Lernplattform Udacity nach Deutschland.

(Foto: dpa)

BerlinRoboterauto-Pionier Sebastian Thrun will mit seiner Online-Lernplattform Udacity Fachwissen über selbstfahrende Autos an interessierte deutsche Hersteller vermitteln. „Es gibt einen Wahnsinns-Bedarf in der Industrie für Leute mit Wissen über selbstfahrende Autos“, sagte der Entwickler der ersten Google-Roboterwagen zum Deutschland-Start von Udacity am Mittwoch. „Mir geht es darum, den Verkehr sicherer zu machen, das ist für mich wichtiger, als einer speziellen Firma zu helfen.“

In den sechs bis zwölf Monate dauernden Online-Kurse könne man einiges schaffen, betonte Thrun: „Man kann einen relativ guten Programmierer in einem halben Jahr zum Spezialisten im Bereich selbstfahrender Autos ausbilden.“ Genauso könne man aber auch einen Nicht-Programmierer zum Programmierer machen oder einen Programmierer zum Entwickler von Smartphone-Apps.

Der Innenraum der Zukunft
Ein Blick nach vorne
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Mit dem ID16 Konzept zeigt der chinesische Autozulieferer Yanfeng auf der Automesse IAA in Frankfurt, wie sich der Weltmartkführer den Innenraum der Zukunft vorstellt. Das Handelsblatt hat einen Blick ins Innere geworfen...

Offene Zukunft
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Bei diesem Concept-Auto kommt es ausnahmsweise mal nicht auf Äußerlichkeiten an. Im Inneren hat der Weltmarktführer 30 Innovationen verbaut, die einen Hinweis darauf geben sollen, wie der Innenraum der Zukunft aussehen könnte. Das Handelsblatt hat einen Blick hinein geworfen.

Mehr Übersicht
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Dominiert wird die Armatur von einem breiten Flachbildschirm, inklusive Kommunikationsleiste. Heizung, Lüftung und Klimatisierung brauchen keine Düsen mehr, sondern verteilen sich über zarte Luftschlitze.

Zurücklehnen, bitte
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Ist der autonome Fahrmodus aktiv, können sich Fahrer und Beifahrer mit einer leicht angewinkelten Sitzposition zuwenden. Auf Wunsch ist sogar ein kleiner Tisch ausklappbar.

Lenkrad auf dem Rückzug
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Wer beruflich unterwegs ist, hat genug Platz für die Arbeit während der Fahrt. Wenn das Auto selbstständig fährt, zieht sich das Lenkrad automatisch zurück.

Leder kann nicht jeder
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Manche Innovationen sind auch nicht auf den ersten Blick sichtbar. Das unterspritzte Leder im ID16 ist leichter zu verarbeiten - und damit günstiger als bisher. Wichtig, da insbesondere im Zukunftsmarkt China gerne zur Lederausstattung gegriffen wird.

Tür in die Zukunft
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Die Tür sieht mit ihrer Ambienteverkleidung nicht nur futuristisch aus, sondern ist durch ein abdeckbares Staufach richtig praktisch. Wer in kälteren Regionen unterwegs ist, kann sich freuen: auch die Armlehne ist beheizt.

Das Interesse an Fachwissen aus dem Silicon Valley sei in Deutschland stark: „Viele der großen Firmen, mit denen wir reden, die zum Teil zehntausende Ingenieure haben, müssen sich in einer neuen Welt mit künstlicher Intelligenz, Big Data, selbstlernenden Maschinen und virtueller Realität zurechtfinden.“

Udacity bietet in Deutschland zum Start am Mittwoch die gleichen Kurse wie in den USA an. Sie wurden zum Teil mit Beteiligung von Schwergewichten wie Google oder Facebook entwickelt, sind auf konkrete Fähigkeiten und Wissensbereiche ausgerichtet und kosten 200 Euro pro Monat.

„Wir glauben, dass Wissen aus dem Silicon Valley überall auf der Welt gefragt ist“, sagte Thrun. Auch mit deutschen Unternehmen sollen Inhalte für Kurse entwickelt werden. Udacity hat nach eigenen Angaben rund vier Millionen Nutzer weltweit, darunter bereits einige tausend in Deutschland. Als Partner tritt hierzulande der Bertelsmann-Konzern auf.

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