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Linus Torvalds Linux-Erfinder ätzt gegen Open-Suse

Vor mehr als 20 Jahren hat der finnische Student Linus Torvalds das freie Betriebssystem Linux entwickelt - heute schimpft er darüber, wie umständlich sein Geschöpf manchmal geworden ist.
29.02.2012 - 12:58 Uhr 5 Kommentare
Linus Torvalds auf der Linux World Conference in San Jose 1999. Quelle: ap

Linus Torvalds auf der Linux World Conference in San Jose 1999.

(Foto: ap)

Berlin Er müsse mal Dampf lassen, schrieb Torvalds am Dienstagabend auf der Internet-Plattform Google+. Was dann folgte, ist eine von Flüchen begleitete Tirade gegen die gestrengen Sicherheitsvorkehrungen in der Linux-Distribution Open-Suse, die Torvalds einsetzt. Es sei einfach nicht hinzunehmen, dass für einfachste Aufgaben wie die Einstellung einer neuen Zeitzone das Passwort für den Systemadministrator verlangt werde. Wer immer der Ansicht sei, dass seine Tochter Daniela dieses Passwort brauche, um ihren Rechner an der Schule mit dem Drucker zu verbinden, sollte sich jetzt einfach umbringen, wetterte Torvalds und fügte hinzu: „Die Welt wäre ein besserer Ort.“

Nun aber sei er auf der Suche nach einer Linux-Distribution, die auf seinem Macbook Air auch anständig funktioniere.
Der Beitrag Torvalds stieß auf ein heftiges Echo. Mehr als 3000 Nutzer von Google+ klickten auf die Plus-Schaltfläche, um so ihre Zustimmung zu bekunden. In den rund 500 Kommentaren entspann sich eine lebhafte Debatte über die beste Hardware und das beste Betriebssystem dafür. Einige Nutzer rieten Torvalds, doch auf dem Apple-Notebook einfach das Mac-System OS X zu nutzen.
1992 stellte Linus Torvalds einen von ihm entwickelten Betriebssystemkern unter die freie Lizenz GNU General Public License. Sie erlaubt jedem, die Software frei zu verbreiten und nach belieben zu verändern, so lange das Ergebnis wieder unter dieselbe Lizenz gestellt wird. Zusammen mit den Tools des GNU-Projekts wurde daraus ein Betriebssystem, das heute meist als Linux oder GNU/Linux bezeichnet wird. Linux bezeichnet dabei strenggenommen nur den sogenannten Kernel - den Kern des Systems.

Anders als bei kommerziellen Systemen gibt es bei Linux eine Vielzahl an sogenannten Distributionen, die das freie System mit verschiedenen Software-Austattungen kombinieren. Auch Googles mobiles Betriebssystem Android nutzt den Linux-Kernel.

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    • dpa
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    5 Kommentare zu "Linus Torvalds: Linux-Erfinder ätzt gegen Open-Suse"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Möchte mich dem Vorkommentator anschließen. Ein gutes Produkt, aber wenn man Hilfe benötigt, steht frau meist im Regen.

    • Anfänger Linux-Nutzer
      Suse scheint gut zu sein.
      Aber installieren; und nachher wie weiter?
      Tageslange suchen um ein Problem zu lösen?

      Wie der Nutzer aber am 29.02.2012 23:17 schon schrieb, frage auch ich mich:
      >> warum kriegt man auf eine einfache Frage keine einfache oder zumindest verständliche Antwort in den Foren ?<<

    • Das ist der Punkt,
      Wegen dem "Sicherheits-Wahn" mache ich mir keine Gedanken um Viren.
      Wer keine Sicherheit braucht, kann doch mit Windows weiter herum-gurken.
      Linux ist nicht kommerziell und niemand will hier eine Marktfuehrerschaft erwerben.
      Es steht jedem Einzelnen frei etwas Neues zu lernen, wer nicht will, laesst es eben sein.
      Ganz einfach.

    • Ein Nutzer von Opensuse

      Was meines Erachtens viel schlimmer ist, ist, dass man als Anfänger kaum an Informationen kommt, wenn etwas nicht klappt. In den Foren und auch sonst findet man tausende Fragen, aber die Antworten sind für einen Laien nicht verwertbar. Das ist wie bei einer Priesterkaste, sie haben das Wissen, geben es aber nur für Kenner dieser Spezialsprache weiter. Einfaches Beispiel: Versuchen Sie mal unter Opensuse ein Diskettenlaufwerk zum Laufen zu bringen. In allen Foren nur kryptische Antworten. Nicht verwertbar. CD-Laufwerk das Gleiche. Schade um ein gutes Produkt und um eine gute Idee.

    • Der Mann hat recht! Der Zuspruch zu Linux wäre heute deutlich größer, wenn die Nutzer nicht bei jeder banalen Aufgabe mit diesem Sicherheitswahnsinn konfrontiert wären.

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