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Lisa Jackson im Interview Apple-Umweltvorständin: „Wir treffen Entscheidungen, die sich lohnen“

Lisa Jackson erklärt, wie Apple seine Lieferkette bis 2030 klimaneutral machen will – und was die deutsche Wirtschaft davon lernen kann.
21.07.2020 - 14:00 Uhr Kommentieren
„Unser Finanzvorstand rennt nicht weg, wenn er mich sieht.“ Quelle: Bloomberg via Getty Images
Apple-Managerin Lisa Jackson

„Unser Finanzvorstand rennt nicht weg, wenn er mich sieht.“

(Foto: Bloomberg via Getty Images)

San Francisco Lisa Jackson war lange Jahre Politikerin, bevor sie ins Silicon Valley wechselte. In der ersten Amtszeit des Demokraten Barack Obama leitete sie die Umweltbehörde EPA, was sie zur Quasi-Umweltministerin der USA machte.

In ihrem heutigen Job als Vizepräsidentin für Umwelt, Politik und soziale Initiativen bei Apple ist die Chemieingenieurin für einen CO2-Ausstoß des Konzerns verantwortlich, der den von Irland oder Neuseeland übersteigt. Oder besser gesagt: diesen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Schon seit April ist Apples operatives Geschäft klimaneutral, in zehn Jahren soll das für jedes Gerät von der Produktion bis zum Ende seines Benutzung gelten.

Lesen Sie hier das komplette Interview:

Frau Jackson, mitten in der Coronakrise verspricht Apple, in zehn Jahren eine klimaneutrale Lieferkette zu haben. Warum jetzt?
Alle Herausforderungen, die wir gerade erleben, sind nur durch Zusammenarbeit und Innovation zu lösen – der Klimawandel genauso wie Covid-19 oder Rassismus. Covid-19 erinnert uns ja gerade daran, dass wir anders denken und schnell handeln müssen. Und dass wir anderen Wege aufzeigen müssen, wie sie diese Herausforderungen selbst angehen können. Deshalb ist das genau die richtige Zeit.

Wie bringt Apple einen Zulieferer dazu, sich auf Nullemissionen festzulegen?
So wie in der Vergangenheit auch schon. 2016 haben wir das Ziel ausgegeben, bis 2020 mehr als 4 Gigawatt in Erneuerbare Energie in unsere Lieferkette integrieren, und werden dieses Ziel wahrscheinlich übererfüllen. Oft ist vor allem Knowhow und öffentliche Unterstützung notwendig. Wir sprechen deshalb zusammen mit unseren Zulieferern die Regierungen vor Ort an, damit sie Zugang zu sauberer Energie erhalten.

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    Aber zum Zuckerbrot gehört auch die Peitsche.
    Die Peitsche ist klar: Im Jahr 2030 sollen jeder Zulieferer komplett mit erneuerbarer Energie produzieren. Uns hat auch noch kein Zulieferer abgesagt.

    Aber das sind oft Unternehmen ohne Endkundengeschäft, ohne eine Marke und Margen wie Apple – was haben die davon?
    Zum einen sagen wir ihnen: Wir stehen an eurer Seite. Wir haben diese Reise auch durchgemacht und helfen euch, zum Beispiel mit einem Infoportal im Internet. Zum anderen ist Erneuerbare Energie günstiger geworden und Energieeffizienz lohnt sich ohnehin immer. Wir bleiben bei alldem ein Unternehmen, das Entscheidungen trifft, die sich lohnen. Ich verspreche Ihnen: Unser Finanzvorstand rennt nicht weg, wenn er mich sieht.

    Deutschland hat zahlreiche Industrieunternehmen wie Apple. Was haben Sie in den letzten Jahren gelernt, wovon andere Unternehmen profitieren könnten?
    Deutschland hat viel Erfahrung beim Thema Energieeffizienz und muss diese Erfahrung nun anwenden, um alles zu hinterfragen. Ich bin selbst Ingenieurin und eine der ersten Lektionen, die man im Labor lernt, ist die Herstellung von Aluminium. Als ich 2013 bei Apple angefangen habe, fragte mich eine unserer Ingenieurinnen, warum wir Aluminium schon so lange nach im selben Verfahren herstellen. Also haben wir 2018 gemeinsam mit Alcoa und Rio Tinto ein Verfahren entwickelt, das Aluminiumerz zu Aluminium reduziert, ohne dabei Klimagase freizusetzen. Vergangenes Jahr haben wir ihnen die erste Charge abgekauft.

    Mehr: Apple will bis 2030 emissionsfrei werden - von der Fabrik bis zum Elektroschrottplatz

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