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Medien Google verliert Urheberrechtsverfahren in Belgien

Der führende Suchmaschinen-Betreiber Google darf zahlreiche Tageszeitungsartikel in Belgien nicht mehr auf seiner Internetseite verbreiten.

dpa BRüSSEL. Der führende Suchmaschinen-Betreiber Google darf zahlreiche Tageszeitungsartikel in Belgien nicht mehr auf seiner Internetseite verbreiten. Im Rechtsstreit mit dem Unternehmen Copiepresse um Urheberrechtsverletzungen unterlag Google der Nachrichtenagentur Belga zufolge am Dienstag in zweiter Instanz.

Die Praxis von Google, Zeitungsartikel in seiner Nachrichtenrubrik zu veröffentlichen, verstoße gegen die Autorenrechte, entschieden die Brüsseler Richter und gaben damit einer Klage von Copiepresse Recht. Copiepresse vertritt die Rechte französisch- und deutschsprachiger Zeitungen wie „Le Soir“ (Brüssel) oder „Grenzecho“ (Eupen). Google will das Urteil erneut anfechten.

Bereits Anfang September wurde Google auf eine Urheberrechtsklage hin verpflichtet, Zeitungsartikel von der Nachrichtenseite „Google News“ zu entfernen. Die Richter bestätigten am Dienstag in zweiter Instanz dieses Urteil, reduzierten aber die damals verhängte Geldstrafe bei Zuwiderhandlung von einer Million Euro täglich auf 25 000 Euro. „Damit ist das Recht des Autors bestätigt worden“, sagte der Vizepräsident von Copiepresse, Philippe Nothomb. Copiepresse sei aber bereit, mit Google zu verhandeln. Dies ist ein Signal an die Suchmaschinen MSN von Microsoft sowie Yahoo, die Mahnungen von Copiepresse erhalten haben. Ähnliche Schritte seien in Italien und Österreich geplant, erklärte Copiepresse.

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