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Mega-Deal in Gefahr Weitere US-Staaten klagen gegen Fusion von T-Mobile und Sprint

Vier weitere US-Bundesstaaten schließen sich einer Klage gegen die geplante Fusion von T-Mobile und Sprint an. Die Aktien der Unternehmen sacken ab.
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Die Hürden für die Fusion werden höher. Quelle: Reuters
T-Mobile US und Sprint

Die Hürden für die Fusion werden höher.

(Foto: Reuters)

New York Neuer Ärger für die US-Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom: Wie am Freitag bekannt wurde, haben sich die Generalstaatsanwälte aus vier weiteren US-Bundesstaaten der Klage gegen die geplante Fusion von T-Mobile und Sprint angeschlossen. Damit wird der Weg für den Zusammenschluss immer schwieriger.

Vor mehr als einem Jahr hatten die Telekom-Tochter T-Mobile und deren Konkurrent Sprint bekannt gegeben, sich zusammenschließen zu wollen. Mit der 26 Milliarden Dollar schweren Fusion wollen die derzeitige Nummer drei und Nummer vier des Markts die zwei Platzhirsche AT&T und Verizon angreifen.

Lange sah es so aus, als könnte der Plan auch den Segen der Aufsichtsbehörden bekommen. Die Telekommunikationsaufsicht FCC hatte bereits grünes Licht gegeben. Das Urteil der Wettbewerbshüter aus dem US-Justizministeriums steht noch aus.

Einen Dämpfer hatten die Hoffnungen bereits vor zehn Tagen erhalten: Da hatte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James im Namen von neun US-Bundesstaaten ihre Klage angekündigt. Nun haben sich mit Massachusetts, Hawaii, Minnesota und Nevada weitere vier angeschlossen.

Ihr Argument: Der Zusammenschluss werde zu weniger Wettbewerb und damit weniger Service und höheren Preisen für Verbraucher führen und außerdem Jobs in den Staaten vernichten.

„Wir begrüßen die Unterstützung dieser vier zusätzlichen Staaten, die als Mahnung dienen, dass wir im ganzen Land viel zu verlieren haben, wenn wir unsere Leute nicht vor dieser Fusion schützen“, sagte die Generalstaatsanwältin James am Freitag. „Der Zusammenhalt unter den Staaten wird entscheidend sein, wenn es darum geht, unsere Bürger vor dieser machthungrigen Vereinigung zu schützen“, sagte James.

Der Aktienkurs von Sprint fiel nach Bekanntwerden der neuen Kläger in einem positiven Marktumfeld um mehr als fünf Prozent. T-Mobile verlor mehr als zwei Prozent.

Diese Klagen der Bundesstaaten gegen Fusionen könnten auch Verhandlungstaktik sein, erklärt ein Jurist, der Telekom-Unternehmen betreut. Die US-Bundesstaaten versuchten damit oft im Vorfeld, das meiste herauszuholen – etwa in Form von Arbeitsplätzen oder Abdeckung. „Oft haben die Bundesstaaten gar nicht die Ressourcen, die Klagen wirklich bis zum Ende durchzuziehen. Aber sie können die Fusion lange herauszögern“, erklärt der Anwalt.

T-Mobile und Sprint hatten zuletzt Zusagen gemacht, vor allem die ländlichen Gebiete besser zu bedienen und auch die Preise für mehrere Jahre nicht zu erhöhen. Zudem wollen sie Frequenzen abspalten, so dass ein neuer Mobilfunk-Anbieter entstehen kann. Aber den Staatsanwälten sind die Zusagen nicht konkret genug.

Für die Deutsche Telekom ist der Zusammenschluss extrem wichtig. Das Geschäft in den USA ist zuletzt rasant gewachsen und macht mehr als die Hälfte des Umsatzes des Dax-Konzerns aus. Während das Geschäft in manchen europäischen Landesgesellschaften schwächelt, kann T-Mobile in den USA Monat für Monat mehr als eine Million Neukunden vermelden.

Mehr: T-Mobile US und Sprint müssen sich im Zuge ihrer geplanten Fusion von Unternehmensteilen trennen. Dish Network will für Frequenzen mindestens sechs Milliarden Dollar zahlen.

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