Mehrkern-Technik bei PC-Prozessoren Rechner bekommen jetzt mehrere Motoren

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Schönere Gehäuse

Im Zuge der Entwicklung der Mehrkern-Prozessoren und ihrer deutlich geringeren Abwärme dürfte es auch zu einer sichtbaren Verbesserung der Gerätegehäuse kommen. Es ist auch an der Zeit, die hässlichen grau-beigen PC-Türme durch Formen zu ersetzen, die besser zur jeweiligen Aufgabe passen: ein Wohnzimmer-PC im HiFi-Baustein-Kleid als zentrales Medienarchiv, ein ultrakompakter Schreibknecht im Arbeitszimmer, ein Notebook für Beruf oder Ausbildung, portable Medien-Player oder "intelligente Displays" mit Netzwerkanschluss zur Medienwiedergabe. Die 3D-Gaming-Maschine im Jugendzimmer dürfte dabei noch am nächsten an den heutigen PC-Gehäuseformen bleiben, schon allein wegen des Kühlluftbedarfs - vielleicht wird aber auch diese Geräteklasse von Spielkonsolen verdrängt.

Wie die Liste am Ende dieses Textes zeigt, sind gerade im Bereich Desktop seit dem vergangenen Jahr erste Zweikern-Rechner auf dem Markt. Als Beispiel sind der jüngste Aldi-PC von Medion oder der "Deutschland PC VI (Ta)" von Fujitsu Siemens mit Doppelkernen von Intel beziehungsweise AMD bestückt.

Auf der Softwareseite rechnen Marktbeobachter damit, dass das neue Betriebssystem von Microsoft - Windows Vista - im Herbst dem Multi-Threading einen Schub geben könnte. Das wäre Wasser auf die Mühlen der Vermarktung von Mehrkern-PCs im kommenden Weihnachtsgeschäft. Das könnte die gewünschte Trennung von Anwendungen auf separaten virtuellen Maschinen fördern - Aufgaben wie Internet-Zugang, geschäftliche Anwendungen, Musik- und Video sowie Spiele mit starker Grafik. Noch fehlen aber viele Schnittstellen zur Realisierung, doch es wird bereits daran gearbeitet.

Intel Viiv

Ein frühes Anwendungsfeld für Mehrkern-PCs könnte die Viiv-Technologie von Intel sein, die der Halbleiter-Primus auf der CES in Las Vegas erstmals einem breiten Publikum zeigte. Sie soll die Wohnzimmer der Welt erobern. Intels Viiv-Technik soll als Plattform für das digitale Zuhause das Herunterladen, Speichern, Abspielen und Verwalten von Filmen, Musik und Fotos sowie die gemeinsame Nutzung dieser Inhalte durch mehrere Anwender erlauben. Viiv-basierte Rechner arbeiten mit dem Betriebssystem Microsoft Windows XP Media Center Edition 2005 und sind mit einem Pentium-D-, Pentium-Extreme-Edition- oder aber auch einen Intel-Core-Duo-Prozessor ausgestattet. Weitere Komponenten sind die Intel 945, 955 oder 975 Express-Chipsatzfamilien.

Designtechnisch steckt die Viiv-Technik sowohl in so genannten "All-in-one"Hybrid-PCs, die wie Fernseher oder DVD-Player aussehen, als auch in schlanken Geräten in Buchgröße oder aber einfach in Rechnern im herkömmlichen Tower-Format. Insgesamt werden im ersten Quartal diesen Jahres mehr als 80 Systeme auf Viiv-Basis erwartet.

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