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Microsoft-Chef„Herr Nadella, was passiert, wenn die KI-Blase platzt?“

Satya Nadella hat den Aktienkurs von Microsoft um das 18-fache gesteigert. Im Interview spricht er über eine mögliche KI-Blase – und was er an Deutschland für ein „modernes Weltwunder“ hält.Felix Holtermann 28.12.2025 - 14:49 Uhr Artikel anhören
Microsoft-Chef Satya Nadella: Mit KI als Schlüsseltechnologie zum Börsenliebling. Foto: Mona Eing & Michael Meissner
  • Satya Nadella investiert bei Microsoft enorme Summen in Künstliche Intelligenz (KI). Er verrät, was er von der Sorge hält, die KI-Blase könnte bald platzen.
  • Nadella spricht im Interview mit dem Handelsblatt über seine Vision, aus Microsoft eine Art Grundversorger für Daten und Rechenleistung zu machen – und warum er große Chancen für die deutsche Wirtschaft sieht.
  • Anders als viele Tech-Bosse biedert sich Nadella nicht bei US-Präsident Donald Trump an. Mehr noch: Im Gespräch bekennt er sich ausdrücklich zu Vielfalt und Inklusion – und berichtet von einem persönlichen Schicksalsschlag.

Redmond. Als er das Handelsblatt zum Gespräch empfängt, erlebt Satya Nadella gerade einschneidende Tage. Am 28. Oktober hat die Microsoft-Aktie den höchsten Stand in 50 Jahren Firmengeschichte erreicht: 542 Dollar. Seitdem geht es abwärts – wie für andere Tech-Aktien auch. Es grassiert die Angst, der Hype rund um Künstliche Intelligenz (KI) könnte zu Ende sein.

KI ist die Schlüsseltechnologie, mit der CEO Nadella Microsoft in den vergangenen Jahren zu einem Liebling der Börse gemacht hat. 2014 übernahm der heute 58-Jährige den Chefposten. Er ist erst der dritte Microsoft-Chef in 50 Jahren Firmengeschichte, nach dem Gründer und Tech-Übervater Bill Gates und dem bollerigen Verkäufer Steve Ballmer. Nadella übernahm einen Konzern im Abstiegskampf: Die Smartphone-Revolution hatte Microsoft verpasst, die PC-Verkäufe fielen seit Jahren. Windows 8 erwies sich als Flop. Die von Ballmer geprägte aggressive Firmenkultur sorgte zudem dafür, dass sich die Abteilungen des Riesenkonzerns oft feindlich gegenüberstanden.

Der weitere Weg schien vorgezeichnet: Microsoft würde nach und nach im Halbschatten der Mittelmäßigkeit verschwinden, wie so viele andere Tech-Riesen zuvor, von IBM bis Hewlett Packard. Doch Nadella gelang die Neuerfindung des Traditionskonzerns. Unter seiner Führung verachtzehnfachte sich der Aktienkurs.

Disrupt

Wie Handelsblatt-Reporter Felix Holtermann Microsoft-CEO Satya Nadella traf

28.11.2025
Abspielen 39:57

Der indischstämmige Manager setzte dafür auf zwei radikale Wetten: Zum einen richtete er Microsoft neu aus als Cloud-Dienstleister, also als Anbieter von Rechenzentren zur Datenverwaltung. Heute ist die konzerneigene Cloud-Sparte Azure nach Amazon Web Services (AWS) der zweitgrößte Clouddienst der Welt. Zum anderen setzte Nadella früher als andere auf KI. Ohne sein Investment im Jahr 2019 in ein obskures KI-Forschungslabor namens OpenAI gäbe es wahrscheinlich kein ChatGPT und damit auch keinen KI-Hype.

Drei Jahre, nachdem der Textroboter ChatGPT unsere Vorstellung davon verändert hat, was Computer vermögen, empfängt Nadella das Handelsblatt also zum Gespräch in einem Podcast-Studio in der Firmenzentrale in Redmond bei Seattle. Nadella kommt fünf Minuten zu früh. Ein sanfter Händedruck, eine zugewandte Frage nach dem Befinden, und dann geht es auch schon los. Knappe 40 Minuten Zeit hat Nadella für das Gespräch mitgebracht.

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