Microsoft Hololens Marsreise mit der Holobrille

Bin ich auf dem Mars?, fragt sich unser Silicon-Valley-Korrespondent Axel Postinett. Er gehört zu den ersten, die die Hologramm-Brille Hololens von Microsoft getragen haben. Lesen Sie hier seinen Erfahrungsbericht.
Update: 22.01.2015 - 10:32 Uhr Kommentieren
Datenbrille Hololens: Sie soll unter anderem virtuelle Reisen auf andere Planeten ermöglichen. Quelle: Reuters

Datenbrille Hololens: Sie soll unter anderem virtuelle Reisen auf andere Planeten ermöglichen.

(Foto: Reuters)

Seattle/MarsIch bin auf dem Mars. Ich drehe mich um, sehe den lebensgroßen  Mars Rover. Vor mir eine unwirtliche Geröll-Landschaft. Die unwirtlichste, die ich je gesehen habe. Scharf, hoch detailliert, beängstigend.

Zum Glück bin ich nicht allein. Mit mir ist noch ein anderer Wissenschaftler auf dem fernen Planeten, nennen wir ihn Bill. Bill zeigt mit einem Laser auf einen auffälligen Felsen. „Sollen wir den untersuchen?“ Ich stimme zu.

Mit dem Leuchtpunkt meiner Hologram-Brille fixiere ich den Stein und winkele den ausgestreckten Zeigefinger meiner Hand an. Der Rover wird den Felsen in sein Arbeitsprogramm für heute aufnehmen und bald hinfahren. Wir gehen ein Stück zusammen, um eine andere Formation zu untersuchen.

Holo-Brille und ein neues Windows
Publicity photo of the Microsoft Hololens
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Es ist ein Gerät wie aus einem Science-Fiction-Film: Microsoft hat die Datenbrille Hololens vorgestellt. Sie projiziert Bilder auf das durchsichtige Display und reichert so das Bild der Realität mit virtuellen Inhalten an. Das können Spiele sein, aber auch Reparaturanleitungen für Monteure.

Publicity photo of the Microsoft Hololens
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Die Bedienung des Gerätes erfolgt per Sprach- und Gestensteuerung – diese Montage von Microsoft zeigt, welche Menüs der Hololens-Träger sieht.

Alex Kipman
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Wer mit der Hololens-Software Objekte entwirft, kann diese anschließend mit einem 3D-Drucker Wirklichkeit werden lassen – hier zeigt Microsoft-Entwickler Alex Kipman einen kleinen Helikopter.

Joe Belfiore, Alex Kipman, Terry Myerson
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Trotz der faszinierenden Präsentation ist die Markteinführung noch nicht so bald zu erwarten. Zunächst will Microsoft das Gerät Entwicklern zur Verfügung stellen, damit diese Anwendungen dafür programmieren.

huGO-BildID: 41277160 Microsoft CEO Satya Nadella speaks at an event demonstrating the new features of Windows 10 at the company's headquarters
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Hololens war der Star der Microsoft-Konferenz, doch eigentlich ging es um das neue Betriebssystem. „Wir wollen, dass Windows 10 das meistgeliebte Windows aller Zeiten wird“, sagte Firmenchef Satya Nadella. So soll das System persönlicher werden – dank der Sprachsteuerung Cortana.

Microsoft introduces Windows 10
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Vertraut und doch neu: Windows 10 hat ein Startmenü und knüpft damit an die gewohnte Bedienung von Windows 7 an. Allerdings lassen sich daran Anwendungen im neuen Kachel-Design andocken. Nutzer von Windows 7, 8.1 und Windows Phone 8.1 bekommen die neue Version kostenlos.

Microsoft introduces Windows 10
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Windows 10 bekommt auch einen neuen Browser. Project Spartan, so der Name, enthält diverse neue Funktionen – so lassen sich auf einer Website Notizen machen wie bei diesem Rezept. Zudem ist die Sprachsteuerung Cortana integriert. Langfristig soll Project Spartan den Internet Explorer ablösen.

Tatsachlich bin ich auf der Erde, und zwar in einem fensterlosen Büro im Keller von Gebäude 92 auf dem Campus von Microsoft in Redmond. Dort zeigt der Konzern die Datenbrille Hololens, die er neben seinem neuen Betriebssystem Windows 10 vorgestellt hat. Ironischerweise ist es das offizielle Besucherzentrum, das das fensterlose Geheimlabor beherbergt. Wer hätte da gesucht?

Das Programm heißt „Onsite“ und ist eine Kooperation zwischen Microsoft und der Nasa. In „einigen Monaten“, so die offizielle Lesart, werden Wissenschaftler aus aller Welt mit einer Hologramm-Brille bewaffnet zusammen den Mars erkunden. Die holografische und dreidimensionale Welt, über die sie dann laufen, ist realistischer als alles, was es bisher gab. Wenn man sich die klobige Entwicklereinheit der Brille vom Kopf nimmt, mochte man sich unwillkürlich den Staub von der Hose klopfen.

Alle Rucksäcke und Smartphones mussten am Eingang abgegeben werden, bevor es an einem streng blickenden Wachmann vorbei in das geheimste Labor in Redmond ging. Notizen? Nur mit Stift und Papier. Die Mitarbeiter dürfen nicht namentlich genannt werden, kein Ton, keine Bilder sind erlaubt.

Außer Mr. Spock möcht niemand die Brille auf der Straße tragen
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