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Milliarden-Deal Permira verkauft erneut ein großes Paket von Teamviewer-Aktien

Die Gelegenheit war günstig: Permira hat ein großes Paket Teamviewer-Aktien verkauft. Die Software des Unternehmens ist derzeit besonders gefragt.
14.05.2020 - 12:53 Uhr Kommentieren
Die Software ist derzeit sehr gefragt, die Aktie hat ein Rekordniveau erreicht. Quelle: imago images/ZUMA Press
Fernsteuerung per Teamviewer

Die Software ist derzeit sehr gefragt, die Aktie hat ein Rekordniveau erreicht.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Düsseldorf Teamviewer gehört zu den Profiteuren der Coronakrise: Das Geschäft brummt, der Aktienkurs befindet sich auf einem Rekordniveau. Diese Gelegenheit hat Mehrheitsaktionär Permira genutzt, um Kasse zu machen – zum zweiten Mal, seitdem das Virus sich ausgebreitet hat. Der Finanzinvestor verkaufte Anteile im Wert von 1,03 Milliarden Euro an institutionelle Investoren.

Permira platzierte über das Vehikel Tiger Lux One 25 Millionen Aktien zu einem Preis von 41 Euro, wie das Unternehmen in der Nacht zu Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Abschlag von rund neun Prozent auf den Schlusskurs des Vortages, der einen Rekordstand markiert hatte. Die Aktie gab um bis zu acht Prozent nach, erholte sich Donnerstagvormittag aber wieder etwas.

Damit hat der Finanzinvestor einen günstigen Zeitpunkt erwischt. Teamviewer bietet Software für Fernwartung und Kollaboration, mit der sich beispielsweise Techniker aus der Ferne auf die PCs von Mitarbeitern aufschalten können, um Probleme zu beheben. Die Software ist durch den Trend zum Homeoffice derzeit sehr gefragt.

Bereits Anfang März hatte Permira diesen Effekt für sich genutzt und mit der Platzierung von 22 Millionen Aktien zu je 32 Euro rund 700 Millionen Euro eingenommen. Seither hat sich der Kurs weiter gut entwickelt.

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    „Corona ist ein Katalysator, der dafür sorgt, dass sich viel mehr Unternehmen Gedanken über die Digitalisierung machen müssen, und das sehr schnell. Dadurch haben wir zusätzliche Nachfrage bekommen“, sagte Teamviewer-Chef Oliver Steil dem Handelsblatt diese Woche nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen.

    Die zentrale Kennzahl Billings, die etwa das bereits in Rechnung gestellte Auftragsvolumen beschreibt, wuchs im ersten Quartal um 75 Prozent auf ein Rekordniveau von 119,7 Millionen Euro und entwickelte sich damit deutlich besser als prognostiziert.

    Das Unternehmen hat daher die Prognose für das laufende Jahr erhöht, der Umsatz soll mindestens 450 Millionen Euro betragen.

    Grafik

    Mit dem Verkauf gibt Permira die Mehrheit an Teamviewer auf, bleibt aber mit einem Anteil von 39 Prozent größter Einzelaktionär. „Die guten Zahlen für das erste Quartal haben ausreichend Rückenwind für eine Platzierung geliefert“, sagt Stephan Klepp, Analyst der Commerzbank. Es sei zu erwarten, dass der Finanzinvestor seine Position in den nächsten zwölf Monaten „komplett abbauen wird“.

    Schon jetzt ist es eine enorm lukrativ Beteiligung: Bei der Übernahme 2014 zahlte Permira 870 Millionen Euro. Durch den Börsengang und zwei Platzierungen erhielt die Private-Equity-Gesellschaft bereits mehr als 3,9 Milliarden Euro, die verbleibenden Anteile sind beim derzeitigen Kurs rund 3,3 Milliarden Euro wert.

    Nach dem Börsengang im September ist Teamviewer schnell in den MDax aufgestiegen, inzwischen bewerten Aktionäre den Softwarehersteller höher als Dax-Konzerne wie Lufthansa und Covestro. Trotz dieser rasanten Entwicklung ist eine Aufnahme in den deutschen Leitindex in diesem Jahr aber nicht zu erwarten.

    Bei der Aufnahme in den Dax berücksichtigt die Deutsche Börse zum einen die durchschnittliche Marktkapitalisierung der letzten 20 Handelstage, zum anderen das Handelsvolumen der vorherigen zwölf Monate. Bei diesen Kriterien dürften etliche andere MDax-Unternehmen vor Teamviewer liegen: Der IT-Konzern zähle nicht zu den Dax-Aufnahmekandidaten, sagt daher Achim Matzke von der Commerzbank.

    Mehr: Teamviewer-Chef Steil erhält Rekordvergütung - mehr als 40 Millionen Euro.

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