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Milliarden-Verkauf Telefónica verkauft Funkmasten an American Tower

Mit dem milliardenschweren Verkauf von Funkmasten will die spanische Telefónica Schulden abbauen – und damit Einnahmen für den 5G-Ausbau generieren.
13.01.2021 Update: 13.01.2021 - 11:02 Uhr Kommentieren
Das Geschäft mit der neuen Mobilfunkgeneration läuft gerade erst an. Quelle: dpa
5G-Antennen in Berlin

Das Geschäft mit der neuen Mobilfunkgeneration läuft gerade erst an.

(Foto: dpa)

Madrid Telefónica verschlankt sich: Der spanische Telekomriese verkauft die rund 31.000 Funkmasten seiner Tochter Telxius für 7,7 Milliarden Euro in bar an den US-Konzern American Tower. Mit der Transaktion bauen die Spanier einen Teil ihres Schuldenbergs von 37 Milliarden Euro ab, unter dem die Aktie seit Jahren leidet. Die Investoren reagierten entsprechend erfreut: Die Aktie legte im frühen Handel um elf Prozent zu und stand um elf Uhr noch 8,8 Prozent im Plus.

Auch der deutschen Telefónica hatte der Verkauf ihrer Funkmasten an Telxius im vergangenen Jahr finanziell geholfen: Er sorgte im dritten Quartal für den ersten Nettogewinn seit dem Jahr 2016. Neben den deutschen Masten besitzt Telxius Assets in Spanien, Brasilien, Peru, Chile und Argentinien.

Telefónica hält an Telxius 50,01 Prozent, der amerikanische Finanzinvestor KKR ist mit 40 Prozent beteiligt, die restlichen knapp zehn Prozent gehören dem Investmentvehikel des spanischen Zara-Gründers Armancio Ortega.

Der Deal ist nicht der erste dieser Art in der Telekombranche. Viele Netzbetreiber verkaufen derzeit Teile ihrer Infrastruktur, um Geld für den kostspieligen Ausbau der 5G-Netze einzunehmen und ihre Schulden abzubauen. Sie ersparen sich dadurch zudem die Kosten für die Wartung der Funkmasten.

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    Für Telefónica ist der Verkauf der größte in der Unternehmensgeschichte. Der Preis entspricht dem 30,5-Fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Mobilfunkmasten-Geschäft von Telxius. Die Spanier erzielen damit einen Veräußerungsgewinn von 3,5 Milliarden Euro und wollen die Nettoschulden um 4,6 Milliarden Euro senken. Sie mieten die Funkmasten künftig von den Amerikanern.

    Keine Nachteile für die Verbraucher

    Spezialisierte Anbieter wie American Tower können zahlreichen Netzbetreibern die Nutzung von Funkmasten anbieten und so leichter Gewinne damit erzielen. American Tower ist mit mehr als 183.000 Sendemasten einer der größten Telekominfrastruktur-Anbieter weltweit. Mit dem Deal werden die Amerikaner nun auch in Europa aktiv.

    Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die chinesische Beteiligungsgesellschaft CK Hutchison ihre europäischen Funkmasten für zehn Milliarden Euro an den spanischen Funkmastbetreiber Cellnex verkauft, den Marktführer in Europa.

    Bislang schreckten die Telekomkonzerne davor zurück, Teile ihrer Infrastruktur zu verkaufen, die sie als strategisch wichtig ansehen. Experten sehen in den nun laufenden Deals aber keinen Widerspruch dazu. „Die Masten sind nur passive Infrastruktur und haben anders als der Netzbetrieb keinen Einfluss auf das strategische Geschäft der Telekomkonzerne“, erklärt Bettina Deuscher, Telekomanalystin der LBBW Bank. „Der Verkauf ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Die Telekomkonzerne senken ihre Schulden, und die Käufer können mit stabilen Einnahmen aus der Vermietung der Türme rechnen.“

    Nachteile für die Verbraucher sieht sie nicht: „Die Preise im Mobilfunk unterliegen der EU- und der nationalen Regulierung.“ Die Wettbewerbsaufsicht muss den Deal noch genehmigen.

    Mehr: United-Internet-Chef: „Unsere Wettbewerber blockieren uns“

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