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Mit der NFC-Technologie steht das mobile Bezahlen vor dem Durchbruch Systeme für den Einkauf der Zukunft gesucht

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Laut Pousttchi wird das mobile Bezahlen erst dann den Durchbruch erleben, wenn derart simple Lösungen realisiert sind. Zweifel hegt er indes am Tempo, mit dem NFC das Handy-Payment voranbringen kann. Denn mit der neuen Technologie wird eine einheitliche Payment-Plattform für mobile Bezahlverfahren benötigt und auf diesem Weg sieht der Wissenschaftler wenig Erfolge. „Da kochen noch immer alle ihr eigenes Süppchen.“

Erprobt hat auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in einem Pilotprojekt die NFC-Technologie. Er sieht das NFC-fähige Handy als Fahrschein der Zukunft. Der Fahrgast hält beim Ein- und Aussteigen sein Handy einfach vor ein Lesegerät. Bei diesem so genannten Check-in-check-out-Verfahren erhält er schließlich am Monatsende eine Liste mit allen abgerechneten Fahrten, der Betrag wird per Lastschriftverfahren vom Konto des Kunden abgebucht. Attraktiv für den RMV-Kunden: Das System errechnet den günstigsten Tarif automatisch. Übersteigen die Tarife der Einzelfahrten zusammen den Tarif für die Monatskarte, wird nur der Preis für das Monatsticket abgebucht. Auch in der Parkraumbewirtschaftung kann das Check-in-Check-out-Verfahren eingesetzt werden.

Hinter der NFC-Technologie steht Philips. Für Reinhard Kalla, Vice President von Philips Semiconductors, ist sie ein „Enabler“ – eine Technologie, die es ermöglicht, andere Technologien zu nutzen. Neben dem Einsatz bei den Bezahlvorgängen will er NFC auch zur Erst-Kontaktaufnahme von Bluetooth-Geräten nutzen. Sollen zum Beispiel Foto-Dateien von einer Digitalkamera an einen Drucker gesendet und ausgedruckt werden, so könnte NFC den Austausch der Konfigurationsdaten zwischen den beiden beteiligten Geräten übernehmen. Bislang ist die Konfiguration von Bluetooth-Geräten noch recht umständlich. Eine andere Anwendung wären Poster oder Plakate, die mit einem Chip ausgestattet sind und per NFC-Handy gelesen werden können. Wer vor einem Kinoplakat steht, könnte so gleich die Internetseite des Films aufrufen oder an die virtuelle Kinokasse gelangen.

Philips-Manager Kalla will außerdem auch Geschäftsmodelle entwickeln, die Near Field Communication für die Mobilfunknetzbetreiber interessant machen. „Share-a-call“ ist ein Beispiel: Ein Gesprächspartner kann via NFC die Daten seiner Verbindung an das Handy eines neben ihm stehenden Kollegen weitergeben und ihn so in eine Konferenzschaltung einbeziehen.

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