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Mobile World Congress Der Coronavirus bringt die weltgrößte Mobilfunkmesse in Schwierigkeiten

Mit Ericsson sagt der zweite große Aussteller für den Mobile World Congress ab. Huawei setzt auf strenge Quarantänevorschriften für seine Mitarbeiter.
07.02.2020 - 15:11 Uhr Kommentieren
Besucher drängen sich 2019 auf das Messegelände des Mobile World Congress in Barcelona. Quelle: AFP
Mobilfunkmesse Barcelona

Besucher drängen sich 2019 auf das Messegelände des Mobile World Congress in Barcelona.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Der Mobile World Congress (MWC) ist das größte Treffen der Mobilfunkbranche. Mehr als 100.000 Geschäftsleute kommen jedes Jahr im Februar nach Barcelona, Konzerne wie Start-ups aus aller Welt präsentieren sich dort. Doch in diesem Jahr dürfte die Messe ab dem 24. Februar deutlich kleiner ausfallen: Bereits zwei wichtige Aussteller haben wegen des Coronavirus abgesagt.

Nach dem koreanischen Elektronikhersteller LG kündigte an diesem Freitag der schwedische Netzausrüster Ericsson seinen Rückzug an. Der Konzern hat nach eigenen Angaben bereits zuvor eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus ergriffen – aufgrund einer „ausführlichen internen Risikobewertung“ müsse er sich auch von der Messe zurückziehen.

Der Mobilfunkverband GSMA, der die Konferenz veranstaltet, habe alles getan, um das Risiko zu kontrollieren. „Aber als einer der größten Aussteller hat Ericsson jeden Tag tausende Besucher in seiner Halle.“ Selbst wenn das Risiko gering sei, könne das Unternehmen nicht für die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und Besucher garantieren.

„Das ist keine Entscheidung, die wir uns leicht gemacht haben“, sagte Ericsson-Chef Börje Ekholm. „Wir haben uns schon darauf gefreut, unsere Innovationen auf dem MWC in Barcelona zu zeigen.“ Allerdings sei es die verantwortungsvollste Geschäftsentscheidung, die Teilnahme in diesem Jahr abzusagen.

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    Für GSMA ist das eine schlechte Nachricht: Ericsson ist als Netzausrüster ein wichtiger Akteur in der Mobilfunkindustrie und zugleich ein großer Aussteller – in den vergangenen Jahren belegte der schwedische Konzern mit seinem Stand eine halbe Halle. Auch LG war zuletzt groß vertreten.

    Appell klingt verzweifelt

    Die Absage von Ericsson werde sich „auf die Präsenz der Messe auswirken“, erklärte GSMA am Freitag in einer Mitteilung, ohne Details zu nennen. Der Verband dürfte befürchten, dass es andere große Aussteller Ericsson und LG gleichtun und ihren Auftrag ganz absagen oder zumindest einen Teil ihrer Veranstaltungen streichen.

    Der Appell des Verbands klingt fast verzweifelt: Es sei von großer Bedeutung, die Branche „in dieser kritischen Zeit, in der die Konnektivität an der Schwelle zu einer neuen industriellen Revolution steht, weiterhin zusammenzurufen“.

    Kann das Coronavirus die Weltwirtschaft langfristig beschädigen?

    Der Branchenverband kündigte an, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen während der Messe zu ergreifen. Dazu gehöre, die medizinische Versorgung auf dem Messegelände auszuweiten, öffentliche Orte wie Toiletten in kurzen Abständen zu desinfizieren und eine kostenlose Servicehotline einzurichten. Zudem empfahl der Verband allen Teilnehmern, vom Händeschütteln abzusehen.

    Der chinesische Netzausrüster Huawei kündigte an, strenge Quarantänevorschriften für seine Mitarbeiter aus China anzuwenden. Wer aus dem chinesischen Festland nach Barcelona reisen wolle, werde zunächst für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt und medizinisch überwacht, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter nicht infiziert sind.

    Mehr: Je länger die Krise um das Coronavirus dauert, desto deutlicher wird, dass die staatlichen Stellen und das Gesundheitssystem überlastet sind.

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