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Mobilfunk 5G-Auktion steuert auf Ende zu

Das Ringen um die begehrten 5G-Frequenzen könnte bald enden. Es wäre die kostengünstigste Auktion – und Deutschland könnte einen vierten Netzbetreiber bekommen.
Update: 03.04.2019 - 11:24 Uhr Kommentieren
5G-Netz: 5G-Auktion steuert auf Ende zu Quelle: dpa
5G-Auktion in Mainz

Das Bieterverfahren in Deutschland könnte vor dem Abschluss stehen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Versteigerung für den 5G-Mobilfunk könnte ein verfrühtes Ende haben. Die beteiligten Unternehmen sind sich weitgehend einig. Aktuell wird nur noch für einen Frequenzblock geboten, wie aus den von der Bundesnetzagentur zur Verfügung gestellten Informationen am Mittwoch hervorging.

Sollte die Auktion bald enden, wäre sie die mit Abstand kostengünstigste Auktion für die Netzbetreiber in Deutschland. In 116 Runden hatten die Unternehmen Telekom, Vodafone, Telefónica und der Herausforderer United Internet bis zum Mittwochmorgen insgesamt 2,35 Milliarden Euro geboten.

Im Jahr 2015 hatten die Unternehmen in 181 Runden insgesamt fünf Milliarden Euro bezahlt. 2010 waren es 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden. Die mit Abstand teuerste Auktion war die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Damals bezahlten die Firmen in einem drei Wochen dauernden Bieterverfahren am Ende 50,8 Milliarden Euro.

Die Auktion dürfte die Mobilfunklandschaft in Deutschland auf viele Jahre prägen. Denn bei dem Verfahren konnten sich bislang nicht nur die drei etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica Frequenzen sichern, auch der Herausforderer United Internet bot auf vielversprechende Frequenzbereiche mit. Sollte sich daran bis zum Abschluss nichts mehr ändern, hätte United Internet alle Voraussetzungen, um zum vierten Netzbetreiber aufzusteigen.

Das Bieterverfahren in Mainz ist nur der erste Schritt für die Netzbetreiber. Nachdem die Unternehmen die Frequenzen ersteigert haben, müssen sie ihre Netze für die neue Technik aufrüsten.

Um 5G in voller Leistung verfügbar zu machen, müssen die Netzbetreiber deutlich mehr Masten aufstellen. Mit der Auktion hat die Bundesnetzagentur den Firmen Vorgaben für den Ausbau gemacht. Die Behörde hat vorgeschrieben, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen und darüber hinaus die wichtigsten Bundesstraßen sowie Schienenwege mit schnellen Datenverbindungen zu versorgen. Bis Ende 2024 steigen die Anforderungen noch weiter.

Die Telekom hatte bereits angekündigt, bis zum Jahr 2025 insgesamt 99,3 Prozent der Bevölkerung Deutschlands und 90 Prozent der Fläche der Bundesrepublik mit 5G zu versorgen. Vergleichbare Ankündigungen gibt es bislang von den Netzbetreibern Vodafone oder Telefónica noch nicht.

Für United Internet als Neueinsteiger gelten geringere Auflagen. Das Unternehmen müsste bis Ende 2023 mindestens 25 Prozent der Haushalte und bis Ende 2025 mindestens 50 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet versorgen.

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