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Mobilfunk Schweden schließt Huawei und ZTE vom 5G-Ausbau aus

Erst Großbritannien, dann Frankreich – und jetzt Schweden: Huawei verliert den Zugang zum 5G-Ausbau in immer mehr Ländern. Peking erwägt Vergeltung.
20.10.2020 Update: 20.10.2020 - 18:55 Uhr 1 Kommentar
In etlichen Staaten in Europa wird der Einsatz chinesischer Ausrüstung im Mobilfunk derzeit kritisch geprüft. Quelle: dpa
Werbetafel von Huawei in Peking

In etlichen Staaten in Europa wird der Einsatz chinesischer Ausrüstung im Mobilfunk derzeit kritisch geprüft.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Das Geschäft für den chinesischen Netzausrüster Huawei wird in Europa immer schwieriger. Nach Großbritannien und Frankreich hat nun auch Schweden die Firma vom Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G faktisch ausgeschlossen.

Die schwedische Post- und Telekommunikationsbehörde (PTS) teilte am Dienstag mit, neben Huawei werde auch der chinesische Netzausrüster ZTE beim 5G-Ausbau ausgesperrt. Grund für den Schritt sei eine Einschätzung der schwedischen Armee sowie schwedischer Sicherheitsdienste gewesen.

In etlichen Staaten in Europa wird der Einsatz chinesischer Ausrüstung im Mobilfunk derzeit kritisch geprüft. Schweden hatte zum Jahresanfang eine neue Regel implementiert, die vorschreibt, dass Netzausrüster zunächst von der Armee sowie von Sicherheitsbehörden geprüft werden müssen, bevor sie zum Einsatz kommen.

Im Ergebnis wurden nun Huawei und ZTE vom Netzausbau ausgeschlossen. Bereits verbaute Komponenten müssen spätestens bis zum 1. Januar 2025 aus den Netzen entfernt werden, teilte die PTS weiter mit. Von dem Verbot dürften vor allem der heimische Telekommunikations-Ausrüster Ericsson und der finnische Anbieter Nokia profitieren.

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    Eine Huawei-Sprecherin erklärte auf Anfrage: „Es gibt keinen sachlichen Grund für die Behauptung, Huawei stelle eine Sicherheitsbedrohung dar. Wir halten den Ausschluss Huaweis aufgrund einer unbegründeten Vermutung für unfair und inakzeptabel.“ Eine Reaktion von ZTE auf die Entscheidung in Schweden stand zunächst noch aus.

    In Schweden werden ab dem 10. November die für den 5G-Mobilfunk wichtigen Frequenzen im Bereich von 3,5 Gigahertz versteigert. An der Auktion werden sich die vier Firmen Hi3G Access, Net4Mobility, Telia Sverige und Teracom beteiligen.

    In Deutschland steht eine finale Entscheidung noch aus

    Das Vorgehen Schwedens ist auch für Deutschland sehr relevant. In der Bundesrepublik steht eine finale Entscheidung über den Einsatz von Huawei und ZTE noch aus. Schon jetzt sehen geplante Regeln vor, dass sich Ausrüster einer Sicherheitsprüfung unterziehen müssen – ähnlich wie es in Schweden bereits passiert ist.

    Die USA hatten vor allem Huawei vorgeworfen, als Einfallstor für chinesische Spionage und Sabotage zu fungieren und die Firma mit Sanktionen belegt. Huawei hatte die Vorwürfe stets bestritten und betont, es seien nie öffentlich Beweise für die Anschuldigung vorgelegt worden.

    Peking bereitet sich auf mögliche Vergeltungsmaßnahmen vor. Laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua hat die chinesische Staatsführung mit einem neuen Gesetz den Rahmen geschaffen, um auch Firmen anderer Länder mit Importbeschränkungen zu belegen. Ob damit auch der schwedische Netzausrüster Ericsson gemeint sein könnte, blieb zunächst offen. Ericsson liefert sei vielen Jahren Ausrüstung für die chinesischen Mobilfunknetze.

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    1 Kommentar zu "Mobilfunk: Schweden schließt Huawei und ZTE vom 5G-Ausbau aus"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die westliche Welt möchte zwar in China am Wachstumsmarkt partizipieren, will aber seine Konkurrenz aus dem eigenen Land fern halten. Wie wird wohl die weitere Zusammenarbeit aussehen? Allein das Patent-Portfolio, das China an 5G hält, könnte sich als Minenfeld erweisen.

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