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Mobilfunkausrüster Huawei rechnet mit schwierigem Geschäftsjahr und droht der US-Regierung

Der Netzausrüster hat bei der Vorstellung der Jahreszahlen den USA gedroht. Sollte Washington weiter gegen Huawei vorgehen, würde Peking einschreiten.
31.03.2020 - 15:16 Uhr Kommentieren
Im vergangenen Jahr bekam der Konzern die Auswirkungen von Exportbeschränkungen zu spüren. Quelle: AFP
Huawei

Im vergangenen Jahr bekam der Konzern die Auswirkungen von Exportbeschränkungen zu spüren.

(Foto: AFP)

Shenzhen Für den weltgrößten Netzwerkausrüster Huawei könnte das laufende Jahr wegen der US-Sanktionen das schwierigste seiner Firmengeschichte werden. Weitere Exportbeschränkungen könnten die weltweiten Zulieferketten zerstören, warnte der Verwaltungsratsvorsitzende Eric Xu am Dienstag.

Bereits im vergangenen Jahr bekam Huawei die Probleme zu spüren. Das Gewinnplus schwächte sich deutlich auf 5,6 Prozent ab, was Huawei unter dem Strich umgerechnet fast 8,1 Milliarden Euro einbrachte. Es war das kleinste Plus in den letzten drei Jahren. Vor allem außerhalb Chinas lief es nicht mehr so rund.

Westliche Geheimdienste unter Federführung der USA werfen Huawei vor, unangemessene Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen. Sie haben den Verdacht, Ausrüstung oder Handys des Herstellers könnten zu Spionagezwecken verwendet werden. Beweise wurden dafür bisher nicht vorgelegt, Huawei weist die Vorwürfe zurück.

Trotzdem setzte die US-Regierung das Unternehmen auf eine schwarze Liste und warnte andere Länder davor, Ausrüstung der Chinesen beim Aufbau ihrer 5G-Netze einzusetzen. Zudem will die Regierung in Washington auch gegen Chipverkäufe an Huawei vorgehen.

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    „Die chinesische Regierung wird nicht einfach zusehen und schauen, wie Huawei auf dem Küchenbrett filetiert wird“, warnte Xu. China könne im Gegenzug auch den Einsatz von 5G-Halbleitern oder anderen Produkten von US-Unternehmen verbieten.

    Bislang hatte Huawei stets betont, komplett unabhängig von der chinesischen Regierung zu operieren. Mit der offenen Drohung in Richtung der USA führte Xu nun jedoch Reaktionen von Peking an.

    Die Äußerungen des Verwaltungsratsvorsitzenden von Huawei sind der jüngste Höhepunkt in dem Streit. Huawei musste seine neuesten Spitzengeräte ohne das Google-Betriebssystem Android außerhalb Chinas auf den Markt bringen. Branchenexperten fürchten daher einen Einbruch der Absatzzahlen. In Deutschland oder anderen Ländern könnten Verbraucher nicht bereit sein, Hunderte von Euro für Geräte zu bezahlen, auf denen sie beliebte Dienste wie Google-Maps oder Youtube nicht einfach nutzen können.

    Der Umsatz des Konzerns kletterte im vergangenen Jahr vor allem wegen des florierenden Smartphonegeschäfts im Inland um 19 Prozent auf umgerechnet rund 110 Milliarden Euro. Dem Marktforscher Canalys zufolge hält Huawei als Branchenprimus inzwischen einen Marktanteil von 39 Prozent in der Volksrepublik. Dabei kam Huawei zugute, dass viele Chinesen Smartphones eines heimischen Anbieters kaufen wollten, nachdem die USA das Unternehmen auf eine schwarze Liste setzten.

    Eigentlich hatte Huawei bekannt gegeben, für seine Produkte keine Komponenten aus den USA mehr zu verwenden. Bei einer Analyse des neuen Vorzeige-Smartphones P40 wies die Financial Times jedoch nach, das weiter Bauteile von US-Firmen verwendet wurden.

    Mehr: Huawei baut erste Fabrik außerhalb Chinas in Frankreich.

    • rtr
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