Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Mobilfunkbetreiber Telekom, Telefónica und Vodafone bauen gemeinsam 6000 Mobilfunkstandorte auf

Beim Ausbau des schnellen Mobilfunks bündeln die drei Betreiber ihre Kräfte. Eine entsprechende Absichtserklärung haben sie bereits unterzeichnet.
11.11.2019 - 12:47 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen will mit Mitbewerbern Netze nutzen. Quelle: Reuters
Vodafone-Mast

Das Unternehmen will mit Mitbewerbern Netze nutzen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Mobilfunk in Deutschland soll besser werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die konkurrierenden Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica ihre Anstrengungen bündeln. Zunächst sollen bis zu 6000 neue Mobilfunkstandorte aufgebaut werden, vor allem um Straßen, Schienen und Flüsse, aber auch Regionen auf dem Land besser zu versorgen. Das kündigten die drei Unternehmen am Montag in einer Mitteilung an.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Betreiber jeweils neue Standorte in gleicher Zahl errichten und die Infrastruktur anschließend teilen. Damit wollen sie Kosten sparen. Im Sommer waren die Frequenzen für den Echtzeitmobilfunk 5G in Deutschland versteigert worden.

Die Unternehmen hatten insgesamt Höchstgebote in einem Volumen von 6,5 Milliarden Euro abgegeben. Gleichzeitig hatte die Bundesnetzagentur als zuständige Behörde Auflagen für den Netzausbau gestellt. Darin ist etwa vorgesehen, dass die Netzbetreiber alle Autobahnen und Bundesstraßen mit schnellem Mobilfunk versorgen sollen.

Die Behörde hatte von Anfang an die Möglichkeit der Kooperation eingeräumt. Die Auflagen sind schon erfüllt, wenn nur einer der Netzbetreiber etwa die Autobahnen versorgt, und die Infrastruktur dann teilt. Damit soll verhindert werden, dass drei oder vier Netz parallel aufgebaut werden, aber keine voll ausgelastet ist.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Diesen Weg wollen nun die Betreiber wählen. Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner sagte: „Die geplante Kooperation ist ein Meilenstein für den Netzausbau in Deutschland.“ Die Telekom habe zwar bisher schon Infrastruktur geteilt, „in diesem Umfang aber ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung“.

    Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter sagte: „Heute schmieden wir eine Allianz gegen die weißen Flecken. Und machen mehr Mobilfunk möglich, wo er nicht wirtschaftlich ist.“ Bislang hatten die Netzbetreiber oft argumentiert, gerade im ländlichen Raum gebe es viele Regionen, in denen sich der Aufbau von Mobilfunkmasten nicht finanziell rechnen würde. Durch das Teilen der Infrastruktur wollen die Betreiber ihre Netzabdeckung verbessern und gleichzeitig Kosten reduzieren.

    Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas sagte: „Wir müssen an einem Strang ziehen, wenn wir Deutschland als führenden Wirtschaftsstandort stärken und in die Zukunft führen wollen.“ Die Vereinbarung sei ein „hervorragendes Beispiel für intelligente Kooperationen“.

    Der Herausforderer 1&1 Drillisch sei ebenfalls eingeladen, sich an dem „kooperativen Netzausbau“ zu beteiligen. „Voraussetzung ist die Bereitschaft, in gleichem Umfang am Ausbau mitzuwirken“, hieß es in der Mitteilung.

    Die Mobilfunkversorgung in den Städten ist in der Zusammenarbeit der Betreiber bewusst ausgenommen. Die Qualität ihrer Netze ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Betreiber. Keine Firma hat derzeit ein Interesse daran, dass Kunden überall die gleiche Infrastruktur nutzen können.

    Mobilfunkstandorte in Städten sind besonders begehrt und besonders teuer. Deshalb versuchen sich dort die Unternehmen mit eigenen Masten, die sie auch nicht mit Konkurrenten teilen, gegenseitig auszustechen. In einer Analyse der Netzqualität in den größten Städten Deutschlands hatte der Aachener Mobilfunkspezialist Umlaut vor drei Wochen eine klare Hierarchie festgestellt.

    Zwar konnten sich alle Betreiber verbessern, doch die Telekom konnte mit abstand die höchsten Downloadraten in ihrem Netz bereitstellen. Lag die durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit im Netz des Dax-Konzerns in den Städten im Jahr 2018 noch bei 73 Megabit pro Sekunde (Mbps), stieg der Wert im Jahr 2019 auf 91 Mbps an. Vodafone verbesserte sich im Jahresvergleich von 47 Mbps auf 68 Mbps.

    Auch der dritte Netzbetreiber Telefónica konnte sich verbessern, er hängt aber zur Telekom und Vodafone zurück. Die durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit stieg von 30 Mbps im Vorjahr auf 37 Mbps in diesem Jahr.

    Mehr: Die Angestellten von T-Mobile US haben Sorgen wegen der Fusion mit dem Rivalen Sprint. Sie fordern vom Telekom-CEO Höttges eine Job- und Gehaltsgarantie.

    Startseite
    Mehr zu: Mobilfunkbetreiber - Telekom, Telefónica und Vodafone bauen gemeinsam 6000 Mobilfunkstandorte auf
    0 Kommentare zu "Mobilfunkbetreiber: Telekom, Telefónica und Vodafone bauen gemeinsam 6000 Mobilfunkstandorte auf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%