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Mobilfunkkonzern Drillisch und United Internet überraschen Anleger mit Gewinnwarnung

1&1 Drillisch und die Mutter United Internet senken ihre Prognosen für das Gesamtjahr. Die Papiere der Unternehmen sackten kräftig ab.
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Drillisch hatte für knapp 1,1 Milliarden Euro Frequenzen für das ultraschnelle Internet 5G ersteigert. Quelle: dpa
1&1 Drillisch

Drillisch hatte für knapp 1,1 Milliarden Euro Frequenzen für das ultraschnelle Internet 5G ersteigert.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Kosten für den Aufbau eines 5G-Netzes schlagen durch beim Mobilfunkkonzern Drillisch und seiner Mutter United Internet. Die beiden Firmen senkten am Donnerstag ihre Prognosen für das Gesamtjahr. Auch höhere Ausgaben für regulatorische Anforderungen belasten die Ergebnisse.

Anleger erwischte die Gewinnwarnung auf dem falschen Fuß. Die Titel von United Internet rutschten um 8,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte 2013. Drillisch-Papiere büßten 11,5 Prozent ein und notierten so tief wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr.

Drillisch rechnet für dieses Jahr nun mit einem Anstieg des Betriebsergebnisses (Ebitda) von etwa acht Prozent statt bisher zehn Prozent. 2018 hatte der Konzern, an dem United Internet 75 Prozent hält, ein Ergebnis von 722 Millionen Euro erzielt.

Für anfängliche Kosten im Zusammenhang mit Vorbereitungen für das 5G-Mobilfunknetz fielen fünf Millionen Euro an. Zudem schlügen Kosten für Regulierung mit zehn Millionen Euro zu Buche. Auch die Umsatzprognose nahm Drillisch zurück. Statt um vier Prozent sollen die Erlöse um drei Prozent zulegen.

Drillisch hatte für knapp 1,1 Milliarden Euro Frequenzen für das ultraschnelle Internet 5G ersteigert. Auch Vodafone, die Telekom und Telefonica Deutschland hatten bei der Auktion im Frühjahr teilgenommen. Insgesamt flossen dem Bund dadurch mehr als 6,5 Milliarden Euro zu.

United Internet erwartet unter anderem wegen eines schwächer laufenden, margenarmen Hardware-Geschäfts ein Umsatzplus von nur noch zwei Prozent statt vier Prozent. Das Betriebsergebnis werde um etwa elf statt bisher zwölf Prozent zulegen. Zudem kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm an. Bis Ende März 2020 sollen eigene Wertpapiere im Volumen von bis zu 192 Millionen Euro zurückgekauft werden.

Analysten von Jefferies zeigten sich trotz der Kursverluste gelassen. Die Prognosesenkung resultiere aus Einmaleffekten, operativ laufe das Geschäft weiterhin solide. Die Firmen seien da, wo es darauf ankomme, auf einem guten Weg. Analyst Wolfgang Specht von Bankhaus Lampe erklärte, schwerer als die Gewinnwarnung selbst wiege der Verlust von Glaubwürdigkeit bei der Vorhersage von Geschäftsergebnissen.

Im ersten Halbjahr baute Drillisch den Umsatz um ein halbes Prozent auf 1,8 Milliarden Euro aus. Das Betriebsergebnis legte um 0,1 Prozent auf 340 Millionen Euro zu. United Internet verdiente operativ mit 630 Millionen Euro gut elf Prozent mehr. Die Erlöse kletterten um ein Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Mehr: Deutschland hängt beim Ausbau des Glasfasernetzes international weit zurück. Teil des Problems: Wo es schon Anschlüsse gibt, werden sie wenig genutzt.

  • rtr
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