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Mobilfunkstandard Eine unendliche Geschichte: Abschluss der 5G-Auktion selbst nach 300 Runden nicht absehbar

Die Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G zieht sich schon seit Wochen. Anzeichen für ein rasches Ende des Verfahrens gibt es nicht.
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Die Bundesnetzagentur versteigert 41 Frequenzblöcke an verschiedene Anbieter. Quelle: dpa
5G-Mobilfunkauktion

Die Bundesnetzagentur versteigert 41 Frequenzblöcke an verschiedene Anbieter.

(Foto: dpa)

BonnSeit mehr als 300 Runden läuft die Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G in Mainz schon. Rund 5,7 Milliarden Euro haben die Unternehmen geboten. Ein Abschluss des Verfahrens ist aber nicht absehbar. „Kann ja noch ein bisschen länger dauern“, kommentierte Telekom-CEO Timotheus Höttges das Verfahren am Donnerstag.

Seit dem 19. März bieten die drei etablierten Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica sowie der Herausforderer United Internet um die begehrten Frequenzen für den Echtzeitmobilfunk 5G. 41 Frequenzblöcke stehen zur Auswahl. Jedes Unternehmen kann auf jeden der Blöcke bieten. Eine Runde dauert maximal eine Stunde. Erst wenn keine Firma mehr neue Höchstgebote abgibt, endet die Auktion.

Höttges machte jedoch deutlich, dass die Telekom auf keinen Fall den Anspruch auf Frequenzen zurückziehen könnte, damit die Auktion schnell enden kann. „Wir werden das Spektrum bekommen, das wir brauchen. Und wir werden weiter fleißig mitbieten“, sagte der Telekom-Chef.

Kein Bieter möchte in der 5G-Auktion nachgeben

Ähnlich sehen das auch die Chefs der anderen Netzbetreiber. Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas warnte zwar am Donnerstag, das Geld, das in der Auktion ausgegeben werde, fehle künftig für den Netzausbau. Aber auch er unterstrich, dass Telefónica alles unternehmen werde, um sich ausreichend Zugänge zu den begehrten Frequenzen zu sichern.

Je mehr Frequenzblöcke sich ein Unternehmen ersteigert, desto leichter fällt später der Netzausbau. Keine der Firmen möchte nachgeben. Das führt jedoch dazu, dass sich die vier Konzerne auch nach rund acht Wochen nicht auf eine Aufteilung der zur Verfügung stehenden Frequenzen einigen konnten. Mit jeder Runde steigt der Gesamteinsatz.

Höttges warf der Bundesregierung vor, ein Design der Auktion gewählt zu haben, dass besonders hohe Ausgaben befördere. „Warum wird die Frequenzauktion so gestaltet, dass dem Bund extrem hohe Einnahmen zufliegen?“, fragte er. Mit dem bislang gebotenen Geld hätten sich 50.000 Mobilfunkmasten in Deutschland errichten lassen, rechnete er vor.

Was Höttges nicht sagte: Die Einnahmen aus der Mobilfunkauktion will die Bundesregierung in ein Förderprogramm einfließen lassen, den Betrag auf bis zu zwölf Milliarden Euro aufstocken, und dann in Form von gezielten Förderungen für den Netzausbau zurückfließen lassen.

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