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Musikstreaming „Märkte mit mehr als einer Milliarde Menschen“ – Spotify startet in mehr als 80 weiteren Ländern

Der Musik-Streaminganbieter steht vor dem nächsten Expansionsschritt: In den kommenden Tagen will Spotify in 85 neuen Märkten starten, darunter in Ländern in Asien und Afrika.
22.02.2021 - 19:27 Uhr Kommentieren
Der Streamingdienst ist derzeit in 93 Ländern verfügbar und zählt mehr als 345 Millionen monatlich aktive Nutzer. Darüber hinaus habe das Unternehmen mehrere Podcast-Verträge unterzeichnet. Quelle: Reuters
Spotify

Der Streamingdienst ist derzeit in 93 Ländern verfügbar und zählt mehr als 345 Millionen monatlich aktive Nutzer. Darüber hinaus habe das Unternehmen mehrere Podcast-Verträge unterzeichnet.

(Foto: Reuters)

Stockholm Der Musikstreaming-Marktführer Spotify baut seine globale Präsenz mit dem Start in mehr als 80 weiteren Ländern drastisch aus. „Zusammen repräsentieren diese Märkte mehr als eine Milliarde Menschen, von denen fast die Hälfte bereits das Internet nutzt“, sagte Spotify-Manager Alex Norstrom. „Einige der Orte, in die wir gehen, wie Bangladesch, Pakistan und Nigeria, haben die am schnellsten wachsende Internetbevölkerung der Welt.“

Die Firma aus Schweden war bisher in 93 Märkten aktiv. Mit 345 Millionen Nutzern, von denen 155 Millionen zahlende Abo-Kunden sind, ist Spotify die Nummer eins im Streaming-Geschäft vor Apple Music.

Spotify geht davon aus, dass Musikstreaming branchenweit Erlöse von 56 Milliarden Dollar zum Jahr 2023 einbringen wird - und 2025 mehr Umsatz erwirtschaftet als die Industrie auf dem Höhepunkt zur Jahrtausendwende erzielte. Dabei werde neben den heute dominierenden Abo-Einnahmen auch Werbung zunehmend wichtiger sein, prognostizierte die Chefin des Anzeigengeschäfts, Dawn Ostroff. Zu den am Montag angekündigten Neuerungen gehört eine Plattform zum Ausspielen von Werbung in Podcasts.

In diesem Jahr will Spotify zudem im neuen Teildienst „Hifi“ Musik in besserer Qualität anbieten. Die deutlich kleineren Konkurrenten Tidal und Deezer haben bereits solche Abos im Programm zu höheren Preisen.

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    Die Musikindustrie hat nach der Untergangsstimmung durch Software-Piraterie am Ende der CD-Ära neues Wachstum im Streaming gefunden. Zugleich verändert das Streaming-Modell das Geschäft: Es werden mehr einzelne Songs statt Alben gehört - und für Künstler wird es wichtiger, in Playlists aufzutauchen, da die Einnahmen von der Zahl der Abrufe abhängen.

    Mehr: US-Kapitalgeber TCV plant Milliarden-Investition in europäische Start-ups

    • rtr
    • dpa
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