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Musikstreaming Spotify enttäuscht mit verhaltener Prognose – Aktie fällt

Der Musik-Streaminganbieter rechnet für das laufende Quartal mit geringeren Zuwächsen bei Umsatz und Nutzern als erwartet. Investoren reagieren enttäuscht.
03.02.2021 - 14:24 Uhr Kommentieren
Der Streamingdienst ist derzeit in 93 Ländern verfügbar und zählt mehr als 345 Millionen monatlich aktive Nutzer. Darüber hinaus habe das Unternehmen mehrere Podcast-Verträge unterzeichnet. Quelle: Reuters
Spotify

Der Streamingdienst ist derzeit in 93 Ländern verfügbar und zählt mehr als 345 Millionen monatlich aktive Nutzer. Darüber hinaus habe das Unternehmen mehrere Podcast-Verträge unterzeichnet.

(Foto: Reuters)

Stockholm, Berlin Die anhaltende Coronakrise verunsichert den weltgrößten Musik-Streaminganbieter Spotify. Es sei schwer, Vorhersagen zu treffen, teilte das schwedische Unternehmen am Mittwoch mit. Für das laufende Quartal rechnet Spotify maximal mit einem Zuwachs auf 364 Millionen Nutzer und für das Gesamtjahr maximal mit 427 Millionen Anwendern. Der Umsatz von Januar bis März soll maximal bei 2,19 Milliarden Dollar liegen.

Dies ist weniger als von Analysten erwartet. Der verhaltene Ausblick kam an der Wall Street schlecht an. Die Spotify-Aktie fiel vorbörslich um fünf Prozent.

Bisher hat Spotify in der Coronakrise von der zunehmenden Digitalisierung und der höheren Nachfrage nach Musikstreaming-Angeboten profitiert. Im vierten Quartal legte die Zahl der Premium-Abonnenten, die monatliche Gebühren zahlen und damit für den Großteil des Umsatzes stehen, um 24 Prozent auf 155 Millionen zu. Das lag über den eigenen Erwartungen.

Dem ursprünglich vor allem in Europa starken Streaming-Anbieter gelingt es inzwischen auch in Indien, den USA und seit Jüngstem auch Südkorea neue Hörer zu gewinnen. Darum führt Spotify den Markt ungefährdet vor Apple Music und Amazon Music an.

Die Erlöse kletterten zwischen Oktober und Dezember um 17 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro und lagen damit leicht über den Erwartungen von Analysten. Die Gesamtzahl der monatlich aktiven Nutzer stieg um 27 Prozent auf 345 Millionen.

Zuletzt lief es auch im Werbegeschäft wieder etwas besser, das lange von der Corona-Pandemie und dadurch pausierender Anzeigenkampagnen belastet worden war. Kunden, die kein Premiumkonto besitzen, können auf Spotify zugreifen, müssen sich aber Werbung ansehen beziehungsweise anhören.

Mehr: US-Kapitalgeber TCV plant Milliarden-Investition in europäische Start-ups

  • rtr
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