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Nanotechnologie Dieser Lautsprecher bringt Musik auf den Arm

Forscher aus Südkorea haben einen fast unsichtbaren Lautsprecher konstruiert, der auf der Haut funktioniert. Das System lässt sich auch als Mikrofon nutzen.
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Die Membran ist auch als Mikrofon nutzbar. (Foto: Ulsan National Institute of Science and Technology)
Lautsprecher aus Nanomaterialien

Die Membran ist auch als Mikrofon nutzbar. (Foto: Ulsan National Institute of Science and Technology)

BerlinRichtig Hifi-tauglich ist dieser Lautsprecher nicht, aber der Handrücken ist vielleicht auch kein guter Resonanzraum: Forscher aus Südkorea haben einen Lautsprecher aus Nanodrähten gebaut und auf der Haut angebracht. Er funktioniert, auch wenn der Klang einige Wünsche offenlässt.

Das System besteht aus einem Netz von silbernen Nanodrähten aus Silber, das wiederum in eine durchsichtige Nanomembran aus einem Polymer eingebettet ist. Wie die Forscher des Ulsan National Institute of Science and Technology (UNIST) in der Fachzeitschrift Science Advances schreiben, lässt sich die Membran nicht nur als Lautsprecher, sondern auch als Mikrofon nutzen.

Der Lautsprecher emittiert Schall über Schwingungen der Umgebungsluft. Diese Schwingungen werden durch Temperaturschwankungen erzeugt, die entstehen, wenn Strom durch die Nanodrähte fließt und diese erwärmt.

Die Wissenschaftler brachten ihre Nanomembran auf dem Handrücken eines Probanden an. Damit konnten sie ein Musikstück des italienischen Geigers und Komponisten Niccolò Paganini abspielen, wenn auch nur in relativ schlechter Qualität.

Die Nanodrähte hätten gegenüber Nanoröhrchen aus Kohlenstoff den Vorteil, dass sie im Nanobereich stabiler seien, sagen die Forscher. Auf die Materialstärke komme es bei dieser Anwendung aber an.

„Der größte Durchbruch in unserer Forschungsarbeit ist die Entwicklung ultradünner, transparenter und leitfähiger Hybrid-Nanomembranen, die weniger als 100 Nanometer dick sind“, sagte Hyunhyub Ko, einer der an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler, dem US-Magazin IEEE Spectrum. Die sehr guten optischen, elektrischen und mechanischen Eigenschaften ermöglichten es, die Nanomembranen als praktisch unsichtbare Lautsprecher und Mikrofone auf die Haut aufzubringen.

Das jetzt vorgestellte System ist allerdings erst ein Prototyp. Um daraus ein kommerzielles Produkt zu machen, müssten die Stabilität der Silbernanodrähte sowie die Leistung des Lautsprechers verbessert werden, so Ko.

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