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Napster-Altlasten Bertelsmann reagiert verschnupft

Die Bertelsmann AG hat am Donnerstag (Ortszeit) beim New Yorker Bundesgericht einen Antrag auf Abweisung von drei Klagen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen eingereicht. Dies gab der Medienkonzern am Donnerstagabend in Gütersloh bekannt. In dem Antrag heiße es, die Vorwürfe der Kläger aus der Musikindustrie seien haltlos.

HB/dpa HAMBURG/GÜTERSLOH. In Presseberichten in den vergangen Tagen hatte es geheißen, die Kläger hätten Schadenersatz von insgesamt 17 Mrd. Dollar gefordert. Unter den Klägern seien die Musikkonzerne EMI und Universal.

Die Kläger werfen dem Medienkonzern vor, mit seinem Engagement bei der Musiktauschbörse Napster Urheberrechtsverletzungen gefördert zu haben. Dem hält Bertelsmann entgegen, einer mitwirkenden Urheberrechtsverletzung habe sich der Konzern nicht schuldig machen können, da er als Finanzier in der dritten Reihe gestanden habe.

Die Musikindustrie hatte mit aller Kraft versucht, Napster mit einst mehr als 60 Mill. Nutzern wegen Urheberrechtsverletzungen zu schließen. Nach mehreren Gerichtsurteilen wurde Napster stillgelegt, musste Insolvenz anmelden und ging schließlich für fünf Mill. Dollar an die Softwarefirma Roxio, die unter dem Namen einen Internet-Musikvertrieb aufbauen will.

Bertelsmann wollte die Bekanntheit der Marke Napster für eine kommerzielle Online-Plattform nutzen und investierte in Napster rund 85 Mill. Dollar. Das Projekt scheiterte jedoch an den Rechtsstreitigkeiten.

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