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Netzwerkausrüster Nokia streicht Gewinnziele zusammen – Aktie bricht ein

Der Netzwerkausrüster rechnet nur noch mit einem geringen Jahresgewinn. Künftig will Nokia mehr in Forschung und Entwicklung bei 5G investieren.
29.10.2020 - 09:41 Uhr Kommentieren
Im dritten Quartal ging der Umsatz um sieben Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Euro zurück. Quelle: Reuters
Nokia-Zentrale in Espoo

Im dritten Quartal ging der Umsatz um sieben Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Euro zurück.

(Foto: Reuters)

Stockholm, Berlin Der finnische Netzwerkausrüster Nokia kappt nach einem Auftragsverlust in den USA seine Jahresziele und richtet sich strategisch neu aus. „Wenn ich nach vorne schaue, stelle ich fest, dass die Fortschritte, die wir gemacht haben, nicht ausreichen“, sagte der neue Firmenchef Pekka Lundmark bei der Präsentation seiner ersten Quartalszahlen am Donnerstag.

Lundmark will nun alles in die Waagschale werfen, um im hart umkämpften 5G-Rennen nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten. „Wir haben entschieden, alles was es braucht zu investieren, um 5G zu gewinnen“, sagte der frühere Fortum-Chef und versprach höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Die europäischen Konzerne Nokia und der schwedische Konkurrent Ericsson gelten als Profiteure der Probleme des umstrittenen chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei. Die USA drängen ihre Verbündeten dazu, auf Huawei-Technik beim 5G-Aufbau zu verzichten.

Der Aktienmarkt schenkte der 5G-Kampfansage kaum Beachtung und schaute hauptsächlich auf die Gewinnwarnung und den Ausblick. Die Nokia-Aktie fiel mehr als 16 Prozent. Analysten von JP Morgan wie auch Liberum rechneten wegen der Investitionen und dem vergleichsweise kleinen Marktanteil mit geringeren Margen.

Im Gesamtjahr erwartet Nokia im Schnitt nun einen um 0,02 Euro je Aktie geringeren Gewinn. Ins Kontor schlug bei den Finnen im dritten Quartal vor allem, dass Konkurrent Samsung Electronics das Rennen um einen wichtigen 5G-Teilauftrag von Verizon machte und Nokia leer ausging.

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    Von Juli bis September fiel der Umsatz von Nokia um sieben Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Euro, während der Betriebsgewinn - vor allem dank umfangreicher Einsparungen - um 33 Prozent auf 350 Millionen Euro stieg. Lundmark versprach eine finanzielle Stabilisierung für das kommende Jahr, nannte aber zugleich eine große Spanne für die am Markt vielbeachtete Marge.

    Um künftig besser aufgestellt zu sein, bildet Nokia nun vier verschiedene Sparten, die sich beispielsweise um Telekomnetze oder Nokia-Technologien kümmern. Ziel sei es, besser und schneller auf Kundenwünsche und veränderte Marktanforderungen eingehen zu können, begründete das Unternehmen die Veränderungen. Zum Jahresende will Lundmark weitere Details bekanntgeben.

    Konkurrent Ericsson hatte in der vergangenen Woche mit einem Gewinnsprung überrascht und die Jahresziele bekräftigt.

    Mehr: 5G-Aufbau in China hilft Ericsson – Huawei-Ausschluss in Schweden könnte aber Folgen haben

    • rtr
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