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Neue Epidemien im Anmarsch Die Viren-Trends für 2004

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Sicherheits-Experte Chris Rouland ist überzeugt, dass Windows grundsätzlich nicht unsicherer als Linux ist

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Sharon Ruckman betont aber, die meisten Viren würden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch künftig keine Dateien auf den Nutzer-PC löschen. “Virenschreiber genießen ihre Prominenz in den Medien", so Ruckman, “ihnen kommt es nicht darauf an, Schaden anzurichten." Andreas Marx hat dafür eine einleuchtende Erklärung: "Es ist viel nützlicher, PCs auszuspionieren und fernzusteuern oder Passwörter zu stehlen." Würden bei einer Attacke die Daten tausender PC gelöscht, würde sich der Programmierer selbst seine Grundlage entziehen. "Für den Mydoom-Urheber wäre es ganz einfach gewesen, eine Crash-Routine zum Löschen sämtlicher Daten auf dem befallenen PC unterzubringen", konstatiert der Magdeburger Virenexperte.

Er befürchtet, 2004 könnte das Jahr einer unheilvollen Allianz werden: Die Verbreiter von Spam-Mails und Virenprogrammierer würden schon jetzt beginnen, gemeinsame Geschäfte zu machen. Aufgrund der massiven Bemühungen von Providern, Software-Anbietern und Regierungen, Spam einzudämmen, suchen sie alternative Verbreitungswege.

Die fatale Lösung: Von Trojanern infizierte PCs werden als Mail-Absender missbraucht und umgehen so die aufwendigen Filter der Zugangsanbieter, weil sie aus dem geschützten Netz heraus den Werbemüll versenden. Wer als Hacker schnell mal ein paar hunderttausend PC erobern kann, ist schnell im Geschäft. "Das sind 20- und 30jährige aus Osteuropa, die das so machen", bestätigte der ungekrönte Spam-König Alan Ralsky gegenüber dem Handelsblatt. Ralsky selber schickt pro Tag rund 70 Millionen Werbemails durch die Welt.

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