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Neue Partnersuche-Funktion So will Facebook uns verkuppeln

200 Millionen Facebook-Nutzer haben den Status „Single“. Sie sind die Zielgruppe für die neue Dating-Funktion des Netzwerks.
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Facebook: So funktioniert die neue Dating-Funktion
Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Eine neue Dating-Funktion soll Facebook wieder attraktiver machen.

Berlin Mitten im größten Datenschutzskandal der Firmengeschichte will Facebook eine eigene Online-Partnervermittlung einführen. „Auf Facebook haben 200 Millionen Menschen ihren Status als Single angegeben, also gibt es hier eindeutig etwas zu tun“, so Konzernchef Mark Zuckerberg am Dienstag auf der Entwicklerkonferenz F8 in San Jose.

Die neue Funktion werde in Kürze starten. Wie genau sie aussehen wird, sagte Zuckerberg nicht. Einige Details lassen sich aus dem, was in San Jose gesagt wurde, aber herausfiltern:

  • Für die Dating-Funktion werden Mitglieder gesonderte Profile anlegen müssen. Dort tauchen sie nur mit dem Vornamen auf.
  • Ein Klick auf ein Herzsymbol bringt Nutzer direkt zu diesem Dating-Profil.
  • Sichtbar sein wird das neue Profil nur für andere Flirt-Interessierte. Für die eigenen Facebook-Freunde bleibt es dagegen verborgen.
  • Eigene Freunde sollen auch nicht als potenzielle Partner vorgeschlagen werden.
  • Auf der Startseite der Dating-Funktion werden Events angezeigt, die zu den eigenen Interessen passen. Schaltet der Nutzer ein Event frei, sieht er die Profile anderer Nutzer, die sich dafür interessieren.
  • Die Kommunikation zwischen zwei Partnersuchern wird über einen eigenen neuen Chatdienst laufen.
  • Kommuniziert wird ausschließlich in Textform. Fotos oder Videos können nicht übermittelt werden.

Zuckerberg betonte, dass Privatsphäre und Datenschutz bei der neuen Anwendung eine zentrale Rolle spielten. Der Dienst solle helfen, langfristige Beziehungen aufzubauen, nicht nur kurzfristige Flirts.

Wie Facebook das sicherstellen will, ließ er offen. Verabredungen zum Sex sind oft ein Hauptgrund für die Installation von Flirt-Apps auf dem Smartphone.

Nach Ansicht von Analysten dürfte es sich für Facebook auszahlen, Mitgliedern bei der Partnersuche zu helfen. Allein die Suche, Kontaktaufnahme und gesamte Kommunikation dürfte Singles dazu bringen, mehr Zeit in dem Netzwerk zu verbringen und es häufiger zu besuchen. Zudem könnte es dazu beitragen, dass der US-Konzern bei Jüngeren wieder beliebter wird.

Obwohl noch viele Fragen zu der neuen Funktion offen sind, trauen Anleger Facebook offenbar zu, den Markt aufzumischen: Allein die Bekanntgabe schickte die Aktien von Online-Partnervermittlern wie der Tinder-Mutter Match oder Sparks Networks, das hinter religiös orientierten Angeboten wie JDate und ChristianMingle steht, zumindest zwischenzeitlich auf Talfahrt.

  • tt
  • rtr
  • dpa
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