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Neuer HP-Chef muss jetzt die internen Machtkämpfe beenden Hurd übernimmt das Kommando bei HP

Der bisherige Chef des Herstellers von elektronischen Kassen und Bankautomaten NCR, Mark Hurd, wird Vorstandsvorsitzender des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP).
Mark Hurd

Mark Hurd

je PORTLAND. Das berichtet das „Wall Street Journal“. NCR bestätigte gestern Abend, dass Hurd das Unternehmen verlassen und zu einem „großen internationalen Technologiekonzern“ wechseln werde. An der New Yorker Börse zogen die HP-Aktien in einem insgesamt schwächeren Markt kräftig an. NCR dagegen brachen ein.

Hurd folgt der im Februar ausgeschiedenen Carly Fiorina an die Spitze des nach Dell größten US-Computerkonzerns. Er setzte sich offenbar gegen Ebay-Chefin Meg Whitman durch, die ebenfalls als aussichtsreiche Kandidatin für den HP-Chefposten gehandelt worden war. Hurd soll sich vor allem durch seine langjährige Erfahrung und schließlich erfolgreiche Führung von NCR für den HP-Spitzenjob qualifiziert haben, berichtet das „Wall Street Journal“.

Der Manager heuerte 1980 bei NCR an und übernahm im März 2003 den Vorstandsvorsitz. Hurd wurde vom technischen Leiter zum Vorstandschef berufen, als das alte Top-Management über zweifelhafte Bilanzierungsmethoden stolperte. Seit Hurd die 1884 gegründete ehemalige National Cash Register leitet, hat sich deren Aktienkurs mehr als verdreifacht. Im vergangenen Jahr stieg der Reingewinn gegenüber 2003 um das Vierfache auf 285 Mill. Dollar.

Obwohl NCR ebenso ein traditionsreiches High-Tech-Unternehmen wie HP ist, sind die Größenunterschiede zwischen beiden Konzernen beträchtlich. NCR macht sechs Mrd. Dollar Jahresumsatz, HP erwirtschaftet rund 80 Mrd. Dollar. Hurds Vorgängerin Fiorina war wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstand über die weitere HP-Strategie aus dem Amt gedrängt worden. Unter ihrer Führung baute der Konzern seinen Computerbereich durch die umstrittene Übernahme von Compaq Computer aus und expandierte in neue Bereiche wie Verbraucherelektronik. Drei Viertel der Gewinne kamen jedoch weiter aus dem angestammten Druckergeschäft. Eine entscheidende Aufgabe von Hurd besteht jetzt darin, die internen Machtkämpfe bei HP zu beenden.

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