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Neuer Medien-Server auf Linuxbasis vorgestellt HP setzt verstärkt auf Unterhaltungselektronik

Hewlett-Packard arbeitet beim Wettbewerb ums "digitale Heim" mit einer zweigleisigen Strategie. Der Computerkonzern aus Palo Alto bietet Medien-Server sowohl auf der Basis von Windows wie auch auf Linux an.
  • Rudi Kulzer (Handelsblatt)

HB LAS VEGAS. Der kalifornische Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) will mit Unterhaltungselektronik Geld verdienen. Diese Strategie erläuterte HP-Chefin Carly Fiorina bereits im Vorfeld der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas und bekräftigte diese Zielrichtung während ihrer Keynote am Freitag. Im Wettbewerb um einen Platz im „digitalen Wohnzimmer“ fährt HP zweigleisig. Während auf der CES vor einem Jahr Media PCs vorgestellt wurden, die auf der Basis von Microsofts Windows Media Center Edition liefen, setzt Carly Fiorina in diesem Jahr zusätzlich auf ein „Non-PC“-Variante eines Media Center unter Linux.

Media Center sind Servergeräte, auf deren digitalen Speichern sich Musik, Spielfilme, selbst gedrehte Videosequenzen oder Fotos speichern, bearbeiten und verwalten lassen. Wie das Beispiel von HP zeigte, sollte diese Aufgabe nach den Plänen von Microsoft und Intel weiter entwickelten Personalcomputer – Media PCs – übernommen werden. Doch es gibt genügend Verbraucher, die keinen PC als Steuerzentrum in ihren Gerätepark der Unterhaltungselektronik eingliedern wollen. Für diese Käuferschicht entwickelt die Elektronikindustrie zunehmen Geräte die unabhängig von einem PC arbeiten. Diese Media-Server sind eher in der Gehäuseform eines DVD-Players oder Speicherwürfels versteckt als in einem herkömmlichen PC.

Der neue Media-Server von HP hat neben einer 240 Gigabyte großen Festplatte einen TV-Empfänger (High Definition) und einen passenden digitalen Videorekorder an Bord. Dazu kommen Slots für portable Speichermedien. Dieser Gerätetyp ist für Verbraucher entwickelt, bei denen nicht E-Mail und Web-Browsing im Mittelpunkt steht, so ein HP-Sprecher in den USA, sondern Inhalte der Unterhaltungselektronik. Im Rahmen Strategie hat Hewlett-Packard schon vor einem Jahre vom PC unabhängige Fernsehgeräte auf den Mark gebracht und setzt diesen Trend auch 2005 mit neuen Geräten fort. Dazu hat HP zusammen mit Texas Instruments eine neue Technik (Wobulation genannt) entwickelt, die für eine deutlich bessere Auflösung am Bildschirm sorgen soll, ohne dass sich damit der Preis erhöhen muss.

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