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Neuer Mobilfunkstandard Telefónica nimmt 5G-Netz in fünf deutschen Städten in Betrieb

Telekom und Vodafone haben schon vorgelegt: Jetzt nimmt auch Telefónica in Deutschland sein 5G-Netz in Betrieb – zunächst aber nur mit 150 Standorten.
24.09.2020 - 12:04 Uhr Kommentieren
Telefónica Deutschland baut das 5G-Netz aus – unter anderem in Sichtweite der Frauenkirche in München. Quelle: obs
5G-Antenne in München

Telefónica Deutschland baut das 5G-Netz aus – unter anderem in Sichtweite der Frauenkirche in München.

(Foto: obs)

Düsseldorf Rund ein Jahr nach Telekom und Vodafone schaltet Telefónica mit der Marke O2 sein 5G-Netz in Deutschland ein: Am 3. Oktober nimmt das Tochterunternehmen des spanischen Konzerns 150 Stationen in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln in Betrieb. Weitere Standorte sollen im Laufe des Jahres hinzukommen, hieß es in einer Mitteilung von diesem Donnerstag.

Anfangs soll die Höchstgeschwindigkeit bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreichen, knapp ein Drittel mehr als bislang im 4G-Netz. Perspektivisch stellt Telefónica Datenraten mit Spitzenwerten von bis zu 20 Gigabit pro Sekunde in Aussicht. Auch die Konkurrenz reizt die technischen Möglichkeiten derzeit noch nicht aus, wobei der Durchsatz bei der Telekom in den Städten schon bei 600 bis 800 Mbit/s liegt.

Die Vermarktung an Privatkunden beginnt am 6. Oktober. In bestimmten Tarifen ist der neue Standard bereits enthalten. Das Unternehmen betonte das Preis-Leistungs-Verhältnis: „Wir werden allen Menschen in Deutschland die Teilhabe an der digitalen Welt ermöglichen“, erklärte Telefónica-Deutschland-Chef Markus Haas. Angebote für Geschäftskunden sollen später folgen.

„Wir starten 5G genau zum richtigen Zeitpunkt“, erklärte Wolfgang Metze, Privatkundenvorstand von Telefónica Deutschland. Die neue Mobilfunktechnologie sei nicht mehr allein das Spielfeld der „Early Adopter“. Das Unternehmen verwies darauf, dass es eine größere Auswahl an Smartphones gebe, die mit der Technik kompatibel sei. Beobachter erwarten, dass Apple demnächst ein iPhone mit 5G-Technik vorstellen wird.

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    Zum Start wird die Netzabdeckung allerdings vergleichsweise gering sein. 5G-Antennen, die auf der 3,6-Gigahertz-Frequenz funken, haben eine Reichweite von rund einem Kilometer. Allein Berlin ist knapp 900 Quadratkilometer groß – mit 150 Antennen könnte Telefónica noch nicht einmal die Hauptstadt vollständig mit 5G versorgen.

    Telefónica investiert vier Milliarden Euro in den Netzausbau

    Details zum weiteren Ausbau will das Unternehmen erst später veröffentlichen. Klar ist: Die Konkurrenten sind deutlich weiter. Die Deutsche Telekom hat nach eigenen Angaben derzeit 30.000 5G-fähige Antennen am Netz. Vodafone betreibt derzeit 1200 5G-Standorte, bis Jahresende sollen es mindestens 8000 sein.

    Telefónica kommt beim Netzausbau deutlich langsamer als die Konkurrenz voran. Die Bundesnetzagentur warf dem Unternehmen im Frühjahr in einer Analyse vor, in allen 13 Flächenbundesländern die Versorgungsunterlagen für den Mobilfunkstandard 4G zu verfehlen und auch die Hauptverkehrswege nur zu 80 Prozent zu versorgen. Bei den beiden Konkurrenten war der Rückstand deutlich geringer.

    Daraufhin kündigte Telefónica-Manager Haas ein großes Investitionsprogramm an: Bis 2022 werde das Unternehmen knapp vier Milliarden Euro in den Netzausbau stecken. „Wir sind entschlossen, die Ausbaulücken im 4G-Netz mit aller Kraft bis Jahresende zu schließen.“ Damit erfüllt der Mobilfunkanbieter die Ausbauverpflichtung, die er bei der Versteigerung der Frequenzen fürs 5G-Netz vor rund 15 Monaten eingegangen ist.

    Mehr: Telekom will mit „Rundum-sorglos-Paket“ die Kunden binden

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