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Neuer Verhaltenskodex Google legt strengere Kommunikationsregeln für Mitarbeiter fest

Mehr Disziplin bei Google: Fortan sollen politische Diskussionen am Arbeitsplatz unterbleiben. Das weckt Erinnerungen an einen unangenehmen Fall.
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Der Konzern legt seinen Mitarbeitern eine neue Richtlinie auf. Quelle: AP
Frau vor einem Google-Schild

Der Konzern legt seinen Mitarbeitern eine neue Richtlinie auf.

(Foto: AP)

Düsseldorf Google gilt als Arbeitgeber mit einer besonders offenen Kultur. Eine neue interne Richtlinie aber bindet die Mitarbeiter nun an strengere Regeln in der Kommunikation untereinander. In seinen Guidelines weist der Tech-Gigant aus dem Silicon Valley darauf hin, dass Mitarbeiter am Arbeitsplatz weniger über Politik und Privates sprechen sollen.

Von nun an heißt es: Fokus auf die Arbeit und mehr Disziplin im rhetorischen Freiraum. „Während der Austausch von Informationen und Ideen mit Kollegen hilft, eine Gemeinschaft aufzubauen, stört die Unterbrechung des Arbeitstages, um eine heftige Debatte über Politik oder die neueste Nachrichtenstory zu führen“, heißt es in den Richtlinien. Die Hauptverantwortung der Angestellten liege darin, ihre Arbeit zu erledigen.

Halten sich die Google-Mitarbeiter nicht an die am Freitag veröffentlichten Regularien, müssten sie mit Konsequenzen rechnen. Wie genau die Disziplinarmaßnahmen aussehen, ist nicht bekannt. Das Unternehmen kündigte zudem an, bestimmte Diskussionsforen zu entfernen sowie Kommentar-, Anzeige- oder Veröffentlichungsprivilegien zu widerrufen, sollten Verstöße gegen die Leitlinien bekannt werden. Bedenken oder Kritik an Projekten könnten Mitarbeiter wie gewohnt hervorbringen, so Google.

Mit der Maßnahme arbeitet Google einen Fall von Meinungsäußerung auf, der dem Konzern viele negative Schlagzeilen einbrachte. Vor zwei Jahren veröffentliche ein damaliger Mitarbeiter, der Ingenieur James Damore, ein Memo, in dem er behauptete, Frauen seien für seinen Berufszweig weniger geeignet.

Der sexistische Kommentar löste einen Sturm interner Proteste aus, infolge dessen Damore entlassen wurde. Das wiederum führte dazu, dass Menschen aus dem ultrakonservativen Spektrum dem geschassten Ingenieur zur Seite sprangen und Google-CEO Sundar Pichai bezichtigten, sich einem wütenden Mob gebeugt zu haben.

Damore wollte die Kündigung nicht auf sich sitzen lassen. Im Januar 2018 zog er mit einer Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber vors Gericht. Mit dem Rausschmiss diskriminiere man ihn als Konservativen, Weißen und Mann, zitieren mehrere Zeitungen aus der Klage.

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