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Neues Druckverfahren 3D-Druck wird schneller und präziser

Ein Mini-Denker in weniger als einer Minute: Forscher haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich der 3D-Druck beschleunigen lässt.
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Der neue 3D-Drucker (r.) nutzt als Material eine zähflüssige, lichtempfindliche Lösung. Quelle: dpa
Neues 3D-Druckverfahren

Der neue 3D-Drucker (r.) nutzt als Material eine zähflüssige, lichtempfindliche Lösung.

(Foto: dpa)

Berlin Schneller, genauer, variabler: Mit einer neuen Art des 3D-Drucks lassen sich Objekte im Ganzen aus einem lichtempfindlichen Material erzeugen.

US-Forscher stellen diese Neuentwicklung im Fachmagazin Science vor. Sie druckten mit dem Verfahren unter anderem eine Mini-Version der berühmten Skulptur „Der Denker” von Auguste Rodin.

Beim herkömmlichen 3D-Druck werden Objekte Schicht auf Schicht gedruckt. Diese Verfahren seien allerdings vergleichsweise langsam, die Qualität der Oberflächen sei begrenzt und häufig seien Nachbearbeitungen nötig, schreiben die Forscher um Brett Kelly von der University of California in Berkeley.

Bei ihrem Verfahren werden zunächst Aufnahmen eines Objekts aus unterschiedlichen Blickwinkeln - etwa der Denker-Skulptur - gemacht. In einem Projektor werden die Einzelbilder zusammengesetzt und als Lichtmuster auf eine zähflüssige, lichtempfindliche Lösung geschickt.

Diese verfestigt sich dann nach Vorlage des Lichtmusters - in diesem Fall eben zu einer Kopie der Denker-Skulptur. Die nicht-verfestigten Lösungsreste werden abgelöst.

Je nach Ausgangsmaterial kann das gedruckte Objekt bis zu 0,3 Millimeter dünn sein, eine außergewöhnlich glatte Oberfläche haben und andere Objekte einhüllen, wodurch mehrere Materialien kombiniert werden können, schreiben die Forscher. Zentimeter-große Gegenstände ließen sich viel schneller drucken als mit bisherigen Verfahren. Der etwa vier Zentimeter große Denker sei zum Beispiel in weniger als einer Minute entstanden.

Das neue Druckverfahren könne besonders nützlich sein, um unter anderem patientenspezifische medizinische Implantate oder Bauteile für die Luftfahrt herzustellen, sagen die Wissenschaftler-

  • dpa
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