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Neues Programm erlaubt schnelle Prozesskorrekturen Software optimiert Eisenproduktion

Eine neue, selbstlernende Software soll bei der Eisenherstellung aus Erzen helfen. Entwickelt wurde das Programm Simelt Simpax von Forschern aus dem Siemens-Konzern. Es berechnet die nötigen Steuerungsdaten für Hochöfen, um die gewünschte Eisenqualität zu erreichen.
Foto: dpa.

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HB DÜSSELDORF. In den rund 900 Grad Celsius heißen Öfen können nur bedingt Sensoren eingesetzt werden, die für eine Automatisierung des Prozesses notwendig wären. Durch das neue Computerprogramm soll die Qualität des zu erzeugenden Metalls bereits während der Behandlung analysiert werden, damit der Herstellungsprozess innerhalb weniger Minuten korrigiert werden kann. Bisher funktioniert das in der Regel erst nach Stunden. Eine hohe Qualität des Eisens ist die Voraussetzung dafür, dass daraus in einem folgenden Verfahren hochwertiger Stahl gewonnen werden kann.

Bereits während der Anheizphase ermittelt die neue Software die zu erwartenden Eigenschaften des Roheisens. Entsprechen diese Daten nicht der gewünschten Qualität, kann direkt in den Prozess eingegriffen werden.

Bei seinen Berechnungen berücksichtigt das Programm als Parameter unter anderem die Zusammensetzung der zugeführten Gase, ihren Wasserstoff- und Kohlenmonoxidgehalt, den Eisenanteil des verwendeten Erzes und die Durchsatzgeschwindigkeit im Hochofen.

Das Besondere daran ist, dass die Software lernfähig ist. Dazu vergleicht sie über mehrere Wochen hinweg die Prozessdaten und die Eigenschaften des Roheisens und berechnet aus dieser Datenbasis die optimalen Stellgrößen zur Steuerung des Hochofens. Ziel ist nicht nur, die Qualität des erzeugten Eisens zu verbessern, sondern auch die Produktivität zu steigern und den Energieverbrauch zu senken.

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