Notfallmaßnahmen So retten Sie verlorene Daten auf dem Smartphone

Ein unbedachtes Tippen auf ein Löschsymbol - schon sind die wertvollen Smartphone-Inhalte verschwunden. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der Datenverlust aber reparieren.
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Im Notfall gilt es, schnell zu handeln - sonst sind die Daten unrettbar verloren. Quelle: dpa
Wenn Datenverlust droht

Im Notfall gilt es, schnell zu handeln - sonst sind die Daten unrettbar verloren.

(Foto: dpa)

Smartphones sind für viele eine kleine Kommandozentrale, die sie rund um die Uhr bei sich haben. Doch ein unachtsamer Moment im Schwimmbad, ein unbedachtes Tippen auf ein Löschsymbol oder ein Diebstahl reicht aus, um Inhalte zu verlieren.

Deshalb ist es wichtig, wie beim PC die Daten an anderen Orten zu sichern und verloren geglaubte Dateien wiederherstellen zu können. Das klappt allerdings längst nicht in allen Fällen - und es ist sehr wichtig, im Notfall die richtigen Sofortmaßnahmen zu ergreifen.

Konkret heißt das: Zum Beispiel bei einem Wasserschaden schnell das Handy ausschalten und wenn möglich Akku, SIM- und Speicherkarte aus dem Gerät nehmen. „Durch Kurzschlüsse können auch Daten verloren gehen”, erklärt Hannes Czerulla vom Computermagazin „c‘t”.

So lassen sich Smartphone-Oldies sinnvoll nutzen
WLAN für unterwegs – das Smartphone als Hotspot
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Sollen Computer, Tablet oder Smartphone unterwegs ans Internet, könnte das ein Smartphone-Hotspot erledigen. Voraussetzung ist eine SIM-Karte mit Datenoption. Besonders im Ausland kann das praktisch sein, denn nicht selten sind die lokalen Prepaid-Datentarife günstiger als das eigene Datenvolumen. Sowohl iPhones als auch die meisten Androiden können ab Werk als WLAN-Hotspot genutzt werden. Ist der Akku nicht mehr der beste, hilft eine Powerbank.

Musik abspielen per Smartphone-Oldie
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Der Klassiker unter den zweiten Leben eines Smartphones ist die Musikabspielstation. Da eine Musik-App mittlerweile zum Standard-Repertoire gehört, kann es direkt losgehen. Die Musik wird auf dem internen Speicher abgelegt. Android-Smartphone-Nutzer sind gegenüber Apple-Usern im Vorteil, da sich der Speicherplatz über einen Micro-SD-Steckplatz günstig erweitern lässt. Das betagte Smartphone lässt sich auch per Kabel an die Musikanlage anbinden – ein günstiger Weg, den alten Verstärker zu vernetzen.

Günstige Unterwasserkamera
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Wer im Urlaub gerne Unterwasserfotos machen möchte, aber nicht unbedingt eine teure Kamera kaufen möchte, kann dafür ein altes Smartphone nutzen. Für wenige Euros gibt es wasserdichte Handybeutel aus transparentem Kunststoff. Mit etwas Übung und den richtigen Einstellungen in der Foto-App lassen sich so schöne Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven machen. (Foto: dpa)

Das Smartphone als Überwachungskamera
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Mit Apps wie Alfred oder Camio wird in wenigen Minuten aus dem Apple- oder Android-Smartphone ein Babyphone oder eine Fernüberwachungs-Kamera. Damit die Kamera gute Aufnahmen machen kann, braucht sie einen guten Standort und dauerhafte Stromversorgung. Um die Bilder der Überwachungskamera sehen zu können, muss auf einem zweiten Smartphone oder Tablet dieselbe App nochmals installiert werden.

Das pflegeleichte Fahrtenbuch
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Ein Fahrtenbuch manuell zu führen ist aufwendig und oft lästig. Mit Apps wie Trip Tracker Pro für Android oder Fahrtenbuch für iOS wird der Aufwand aber auf ein Mindestmaß reduziert. Die Apps erfassen Strecke, Kilometerstand und Zeit automatisch. Nur den Anlass der Fahrt, privat oder beruflich, sowie den Namen des Besuchten muss man noch von Hand angeben. Voraussetzung ist, dass das Smartphone über ein GPS-Modul verfügt, das auch unabhängig vom Mobilfunknetz funktioniert. (Foto: dpa)

Geräte steuern mit dem Smartphone
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Mit einer der zahlreichen Fernbedienungs-Apps wird das Smartphone zum Steuergerät für Fernseher, Blueray und Co. Damit das aber überhaupt klappt, muss das Smartphone ein Infrarot-Modul haben. Das ist beispielsweise beim Samsung S6, S5 und S4, sowie das Note 3 der Fall. Aber auch viele Geräte von HTC und LG besitzen so ein IR-Modul. Aber auch ohne diese Schnittstelle lassen sich Geräte, im selben WLAN wie das Smartphone häufig bequem fernsteuern.

Wer versehentlich wichtige Fotos, Videos oder Dokumente gelöscht hat, muss ebenfalls schnell handeln. „Der Speicherbereich ist zwar als gelöscht markiert, aber noch vorhanden”, erklärt Czerulla. Allerdings wird er bei der weiteren Nutzung überschrieben. Deshalb gilt: Handy sofort ausschalten oder in den Flugmodus wechseln und sich an die Datenrettung machen.

Bei iPhones gibt es in der Foto-App außerdem den Ordner „zuletzt gelöscht”, in dem die Dateien für einige Tage gespeichert bleiben. Für Android kann man sich entsprechende Apps herunterladen, aus denen man gelöschte Dateien wiederherstellen kann.

Datenrettungs-Tools

Nach dem Notfallprogramm geht es an die Datenrettung. „Es gibt zahlreiche kostenlose Tools, die man sich herunterladen kann”, sagt Czerulla.

Smartphone-Besitzer sollten allerdins genau hinsehen, ob der Rettungsdienst tatsächlich kostenlos ist. „Viele Rettungs-Apps suchen die gelöschten Dateien zwar kostenlos heraus, das Wiederherstellen kostet dann aber”, warnt Kathrin Körber von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Reicht frei verfügbare Software nicht, hilft nur der Gang in die Werkstatt - etwa dann, wenn das Display durch einen Sturz schwer beschädigt ist und man das Telefon nicht mehr bedienen kann. Je nach Schwere der Schäden kommen schnell Kosten von mehreren hundert Euro zusammen.

Datenverluste sind manchmal von der Gewährleistung abgedeckt. „Wenn ein Geräte- oder Softwareschaden innerhalb der Gewährleistungszeit passiert, gehört es dazu, dass die Daten wiederhergestellt werden”, weiß Körber - sofern man den Schaden nicht selbst verursacht hat.

Backup bleibt der sicherste Weg

Der sicherste Weg, Daten zu schützen, bleibt ein Backup. „Aus praktischen Gründen macht es für viele Sinn, die Daten in der Cloud zu speichern”, sagt Körber. Bei Android geschieht das über das Google-Konto. Wer ein iPhone hat, kann die iCloud oder iTunes nutzen.

Diese Methode hat aber auch Nachteile: „Die im Cloudspeicher gesicherten Daten können nicht direkt auf den Laptop heruntergeladen werden”, sagt Alexander Kuch vom Telekommunikationsportal Teltarif. Sie lassen sich nur auf einem anderen Smartphone wiederherstellen.

Außerdem sollte man überlegen, ob man sensible Daten wie Arztbriefe in der Cloud gespeichert haben will. Die Alternative ist, die Daten auf einen externen Speicher wie eine Festplatte oder einen USB-Stick zu ziehen. „Bei dieser Methode erwischt man in der Regel aber nicht alle wichtigen Daten, zum Beispiel das Adressbuch oder SMS, da diese nicht über den Dateiexplorer zugänglich sind”, gibt Kuch zu bedenken.

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