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Nutzungsdaten von Nielsen NetRatings Surfer kehren Musiktauschbörsen aus Angst den Rücken zu

Die Drohung der US-Musikindustrie, Internetsurfer für das illegale Herunterladen von Musiktiteln zu verklagen, zeigt offenbar Wirkung. Die Nutzung von Online-Musiktauschbörsen ist Anfang Juli erheblich zurückgegangen, wie am Montag veröffentlichte Daten der Marktforschungsfirma Nielsen NetRatings zeigen.

Reuters LOS ANGELES. Demnach verzeichneten führende Internetplattformen zum kostenlosen Tausch von Musiktiteln wie Kazaa, Morpheus oder iMesh in der ersten Juli-Woche rund 15 % weniger Nachfrage als in der Woche zuvor. Ende Juni hatte der Verband der US-Musikbranche RIAA angekündigt, die eifrigsten Nutzer der Online-Plattformen auf 150 000 Dollar Schadenersatz je heruntergeladenen Titel zu verklagen.

„Die negative Publicity und die Androhung von hohen Strafen scheinen einige abzuhalten“, erklärte NetRatings-Analyst Greg Bloom die Ergebnisse. „Aber mit den immer noch Mill. Nutzern werden diese Plattformen nicht so schnell verschwinden“, dämpfte er entsprechende Hoffnungen.

Die Musikkonzerne machen das illegale Herunterladen von Songs aus dem Internet und CD-Raubkopien verantwortlich für die seit drei Jahren sinkenden Umsätze in der Branche. Die Konzerne kämpfen mit Anti-Piraterie-Kampagnen und der Forderung nach schärferen Gesetzen gegen die illegalen Geschäfte.

In Deutschland hob die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft in den vergangenen Tagen drei mutmaßliche Betreiber von illegalen Musiktauschdiensten aus, wie der Verband am Montag mitteilte. In Freiburg, Aachen und Wedel bei Hamburg seien die Computer von drei Personen beschlagnahmt worden, die auf ihren Servern mehrere tausend Musiktitel zum Herunterladen gespeichert hätten.

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