Offene Schnittstellen Microsoft öffnet sich

Microsoft hat angekündigt wichtige Software-Schnittstellen für fremde Unternehmen ebenso wie dür die Open-Source-Konkurrenz offenzulegen. Davon betroffen ist auch das Windows-Betriebssystem Vista. Die Entscheidung markiert einen Strategiewechsel des Unternehmens. Doch Microsofts Öffnungspolitik erfolgt nicht nur freiwillig.
CEO Steve Ballmer will bei Microsoft die Tore öffnen. Die Entscheidung erfolgt nach einem jahrelangen Krieg mit den Kartellämtern. Foto: Reuters

CEO Steve Ballmer will bei Microsoft die Tore öffnen. Die Entscheidung erfolgt nach einem jahrelangen Krieg mit den Kartellämtern. Foto: Reuters

HB REDMOND/BRÜSSEL. Microsoft will sich mit einem umfassenden Strategiewechsel für Partner und Wettbewerber öffnen und viele bislang als Betriebsgeheimnisse gehütete Informationen offenlegen. Das kündigte der Chef des weltgrößten Softwarekonzerns, Steve Ballmer, am Donnerstag in Redmond (US-Bundesstaat Washington) an.

Microsoft käme damit einer zentralen Forderung der EU-Kommission nach, die in der Vergangenheit vergeblich eine entsprechende Öffnung verlangt und hohe Bußgelder gegen das US-Unternehmen verhängt hatte. Die Kommission will die Microsoft-Pläne prüfen und erinnerte daran, dass es bereits mehrere Ankündigungen gegeben habe. Wettbewerber des Windows-Riesen äußerten sich zurückhaltend.

Ballmer sagte, die Initiative umfasse vier Bereiche: Microsoft werde künftig offene Verbindungen gewährleisten, die Übertragbarkeit von Daten vorantreiben, Industrie-Standards umfassend unterstützen sowie sich offener mit den Anforderungen der Kunden und der gesamten Branche auseinandersetzen. Dies schließe auch die Open-Source- Gemeinschaft mit ein, die Microsoft bislang als Wettbewerber bekämpft hatte.

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