Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Onlinehändler Amazon kehrt in den Billionen-Klub zurück

Der Umsatz steigt massiv, der Gewinn legt moderat zu. Amazons Quartalszahlen schicken den Börsenwert wieder über eine Billion Dollar.
31.01.2020 - 06:00 Uhr Kommentieren
Gute Quartalszahlen: Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel um zwölf Prozent nach oben, und Amazons Marktkapitalisierung überstieg wieder eine Billion Dollar, was das Unternehmen in die exklusive Gesellschaft von Saudi Aramco, Apple, Microsoft und Alphabet bringt. Quelle: Reuters
Amazon spielt wieder ganz oben mit

Gute Quartalszahlen: Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel um zwölf Prozent nach oben, und Amazons Marktkapitalisierung überstieg wieder eine Billion Dollar, was das Unternehmen in die exklusive Gesellschaft von Saudi Aramco, Apple, Microsoft und Alphabet bringt.

(Foto: Reuters)

Seattle Das Weihnachtsquartal ist generell ein gutes für Amazon. Menschen bestellen ihre Geschenke immer häufiger online, und davon profitiert naturgemäß das weltgrößte Internetkaufhaus. Doch mit Spielzeug und neuen Fernsehern ist der beeindruckende Umsatzsprung des Unternehmens aus Seattle nicht zu erklären – zumal Amazon längst viel mehr ist als ein Händler.

Um 21 Prozent stieg Amazons Umsatz zwischen Oktober und Dezember auf 87,4 Milliarden Dollar – im Vergleich zum Vorjahresquartal wohlgemerkt, in dem ja auch Weihnachten gefeiert wurde. Der Nettogewinn stieg nur um acht Prozent, von gut drei Milliarden auf knapp 3,3 Milliarden Dollar. Gewinne nimmt das investitionswütige Unternehmen traditionell nicht so wichtig. Auch seinen Aktionären hat Amazon-Chef Jeff Bezos das längst angewöhnt.

Die Aktie schoss im nachbörslichen Handel um zwölf Prozent nach oben, und Amazons Marktkapitalisierung stieg wieder über eine Billion Dollar, was das Unternehmen in die exklusive Gesellschaft von Saudi Aramco, Apple, Microsoft und Alphabet bringt. Allerdings war Amazon schon einmal Teil des Billionen-Klubs und flog dann wieder raus – im Jahr 2019 entwickelte sich die Amazon-Aktie sogar schwächer als der gesamte amerikanische Aktienmarkt.

Amazons Geschäft aber wuchs nun auf breiter Front: In dem Quartal seien mehr Menschen dem Abo-Programm „Prime“ beigetreten als je zuvor, sagte Bezos bei der Vorstellung der Zahlen. „Wir haben nun mehr als 150 Millionen zahlende Prime-Mitglieder weltweit.“ Das Programm, das in Deutschland 69 Euro im Jahr kostet, bindet Kunden an Amazon und steigert ihre Bestellfrequenz.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Neben kostenlosen Lieferungen, in vielen Märkten binnen eines Tages, erhalten Prime-Mitglieder auch Zugang zu einem Video-Streamingdienst und ein verbilligtes Musik-Abo. In den USA können sich Mitglieder in 2000 Städten kostenlos Lebensmittel liefern lassen. Für schnellere Lieferungen hat Amazon zuletzt viel Geld ausgegeben, aber offenbar weniger als von Analysten erwartet. Der freie Cashflow für diese Investitionen – eine Größe, auf die Amazon stark achtet – stieg um ein Drittel auf knapp 26 Milliarden Dollar.

    Nach Ansicht von Sucharita Kodali, Analystin beim Marktforscher Forrester, half die Einführung von Lieferungen innerhalb eines Tages in vielen Märkten der Aktie, allerdings auf ungewöhnliche Weise: „Die Aktie schoss in die Höhe, weil jeder dachte, dass die Zahlen schrecklich ausfallen würden“, schrieb sie nach Veröffentlichung. Weil Amazon aber besser lieferte als erwartet, ging es so deutlich nach oben. „Amazon hat bei den Zahlen in die Irre geführt, indem sie jedem mit den Kosten von One-Day-Shipping Angst eingejagt haben.“

    Die einzige Sparte, die Amazon gesondert ausweist, ist Amazon Web Services (AWS), der weltgrößte Cloud-Anbieter und längst ein Konzern im Konzern. Im vierten Quartal machte AWS fast zehn Milliarden Dollar Umsatz, ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor, und ist dabei extrem profitabel: Mehr als 2,5 Milliarden Dollar Gewinn oder rund drei Viertel von Amazons Gewinn entfallen auf AWS.

    Eigentlich wird der Konkurrenzkampf im Cloud-Geschäft härter, besonders Microsoft jagt AWS Marktanteile ab. Doch der gesamte Markt wächst so stark, dass auch AWS sein Geschäft immer stärker ausweiten kann. In Deutschland verkündete die Amazon-Tochter zuletzt Deals mit Pro Sieben Sat 1 und der Bundesliga.

    Mehr: Weltweit regt sich Widerstand gegen Amazon. Um seine eigene Dominanz zu behaupten, kann der Onlinehändler ganze Branchen und Märkte niederwalzen.

    Startseite
    Mehr zu: Onlinehändler - Amazon kehrt in den Billionen-Klub zurück
    0 Kommentare zu "Onlinehändler: Amazon kehrt in den Billionen-Klub zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%