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Oracle hilft CERN beim Grid-Computering Datenbank für verteilte Anwendungen

Grid-Computing bedeutet, dass vernetzte Rechner automatisch Aufgaben verteilen und dadurch die Auslastung der einzelnen Rechner verbessern. Viele Rechner befinden sich die meiste Zeit im Wartezustand.

Die Zeit zwischen den Tastendrücken beim schreiben eines Briefes oder die Lesezeit eine Webseite beispielsweise verbringt der Rechner im Leerlauf. Die Idee ist, diese Rechner miteinander zu vernetzen und immer wenn sie in einer Warteschleife hängen, mit weiteren Aufgaben zu bestücken, die andere Computer gerade nicht schaffen. Das wohl bekannteste Projekt ist [email protected] der Berkley Universität in Kalifornien. Es handelt sich hier um den Versuch, aus den unzähligen Radioquellen im Kosmos Muster zu extrahieren, die auf intelligente Leben schließen könnten. Jeder kann auf seinem Rechner einen „Bildschirmschoner“ installieren, der in den Ruhepausen über das Internet Muster in Berkley abfragt, diese Analysiert und die Ergebnisse zurückmeldet.

Im europäischen CERN-Openlab in der Schweiz erforscht man die Möglichkeiten, die sich aus dem zusammenschalten einer Vielzahl von Rechnern ergibt. Eine wichtige Aufgabe des Openlab ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie. So wird der Softwarekonzern Oracle diese Initiative innerhalb von drei Jahren mit 1,5 Millionen Dollar unterstützen. Speziell jungen Forscher sollen dadurch bei der Entwicklung neuer Grid-Computing-Technologien unterstützt werden. Ganz uneigennützig ist das Vorhaben nicht, denn in diesem Zug soll die Datenbank 10g des amerikanischen Anbieters in diesem Umfeld getestet werden. Neben Oracle zählen schon Enterasys Networks, HP, IBM und Intel zu den Partnern der Forscher.

Eine wichtige Anwendung für Grid-Computing am europäischen Forschungszentrum CERN ist der Large Hadron Collider (LHC), der zurzeit gebaut wird. Vier riesige unterirdische Detektoren werden dort ab 2007 die Flugbahnen von Elementarteilchen aufzeichnen, die beim Zusammenprall beschleunigter Protonen oder Atomkerne entstehenden. Diese vier LHC-Experimente werden pro Jahr etwa 8 000 000 000 000 000 Byte (8 PetaByte = 8 Millionen GigaByte) an Daten erzeugen. Hinzu kommen jährlich weitere 4 PetaByte an Simulationsdaten. Das sind unvorstellbar große Datenmengen und es wird wahrscheinlich die datenintensivste Anwendung dieses Jahrzehnts.

Nach Angaben des CERN wird, selbst bei optimistischen Prognosen über die Entwicklung von Prozessorleistungen und Speichersystemen, ein einzelnes Rechenzentrum nicht in der Lage sein, ausreichend Kapazitäten zur Auswertung dieser Datenflut bereitzustellen. Die Lösung sehen die Forscher eben in der Grid-Software, die sich um die automatische Daten- und Lastverteilung kümmern soll.

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