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Dion Weisler

Der HP-Chef gibt seinen Führungsposten ab.

(Foto: picture alliance / AP Photo)

PC-Konzern Überraschender Führungswechsel bei Computerkonzern HP

Dion Weisler, seit 2015 als HP-Chef im Amt, gibt das Ruder an Enrique Lores ab. Die Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel zeitweise rund fünf Prozent.
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San Francisco Dion Weisler gibt zum 1. November seine Position als Vorstandschef von HP Inc. auf. Als Begründung wurde ein familiäres Gesundheitsproblem genannt, das Weislers Anwesenheit bei der Familie in Australien erforderlich mache. Bis zur kommenden Hauptversammlung werde er weiter dem Board von HP Inc. angehören, teilte das Unternehmen mit.

Die überraschende Mitteilung, verbunden mit der Verkündung der jüngsten Quartalszahlen, löste am Donnerstag einen nachbörslichen Kurssturz von bis zu sechs Prozent an der Wall Street aus. Nachfolger von Weisler, der den CEO-Posten seit der Aufspaltung des alten HP-Konzerns in HP Inc. und HP Enterprise in 2015 innehatte, wird der HP-Veteran Enrique Lores. Der 54-jährige gebürtige Spanier arbeitet seit 30 Jahren für HP und leitet derzeit das Druckergeschäft. Der Verkauf von Druckern und vor allem Verbrauchsmaterialien an Unternehmen war früher eine Geldmaschine für HP, heute, im digitalen Zeitalter, ist es ein Problemkind.

Lores scheint auch keine Zeit zu verlieren, die strategische Neuausrichtung des Konzerns voranzutreiben. Er habe bereits seit einem Jahr zusammen mit dem Aufsichtsrat an einer „globalen Revision des Geschäftsmodells und der Strategie“ gearbeitet, deren Ergebnisse teilweise am 3. Oktober bekanntgegeben werden sollen. „Die Notwendigkeit uns neu zu erfinden ist größer denn je“, so Lores im Analystengespräch zu den Quartalszahlen.

Die Zahlen zum abgelaufenen 3. Quartal des Geschäftsjahres bestätigen diese Einschätzung. Ein gut laufendes PC- und Servergeschäft konnte nur mühsam die Schwäche im Drucker- und Verbrauchsmaterialien-Geschäft auffangen. Der Gesamtumsatz stieg um 0,1 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Das Ergebnis pro Aktie nach GAAP liegt mit 78 Cent besser als die prognostizierten 49 bis 52 Cent. Der Free Cash Flow erreichte 2,2 Milliarden Dollar.

Doch insgesamt zeigt sich ein differenziertes Bild. Während die PC- und Serversparte („Personal Systems“) um sechs Prozent zulegen konnte und eine operative Marge von 5,6 Prozent erzielte, ging im Druckergeschäft der Umsatz um fünf Prozent zurück, immer noch mit einer operativen Marge von 15,6 Prozent. Besonders in EMEA („Europe, Middle East, Africa“) war das Geschäft schwach, so Weisler im Analystengespräch. Insgesamt werde der Markt für Verbrauchsmaterialien im kommenden Jahr stagnieren, der Druckermarkt werde nachgeben.

Als Sofortmaßnahme kündigte Weisler an, die Investoren könnten „signifikante“ Kostensenkungsmaßnahmen erwarten. Für das laufende Quartal erwartet HP jetzt einen Gewinn pro Aktie nach GAAP zwischen 51 und 55 Cent. Für das laufende Finanzjahr 2019 wird die Gewinnschätzung auf 2,31 bis 2,35 Dollar nach oben angepasst.

Mehr: 3D-Druck soll für HP das nächste große Ding werden, sagte Dion Weisler 2018 im großen Handelsblatt-Interview.

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