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Podcasts sind das „Wunschradio zum Mitnehmen“ – Der Markteintritt von Apple verändert die junge Szene Zukunft des Radios liegt im Internet

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Der Apple-Chef Steve Jobs mit einem iPod mini. Foto: dpa Quelle: dpa

Der Apple-Chef Steve Jobs mit einem iPod mini. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Doch die Freude ist nicht ungeteilt. Softwareanbieter der ersten Stunde sehen ihre Felle schwimmen. Die podcast-Seite „Wizards of Technology“ meldet unter Berufung auf eigene Statistiken, dass binnen 24 Stunden 16 Prozent der Nutzer von anderen Programmen wie dem iPodderX zu iTunes 4.9 gewechselt sind. Die Zahl der Neuzugänge sei jedoch kaum gestiegen.

Die Einfachheit der geschlossenen Systemkette iTunes/iPod überzeugt. Nach dem Abonnieren im Apple-eigenen Podcast-Verzeichnis – das mit zwei Klicks erledigt ist – läuft alles bis hin zur automatischen Übertragung auf den iPod praktisch von selbst. Freaks können eigene Podcasts erstellen und bei Apple anmelden. Als Voraussetzung reicht ein 10-Euro-Mikrofon und genauso hören sich manche Amateur-Podcasts allerdings leider auch an.

Erzrivale Microsoft hinkt hinterher. Wer auf dem neuen MSN-Portal unter podcast/msnbc.com einen der wenigen Podcasts wie die hauseigene NBC-Kult-Newsshow „Meet the Press“ mit Tim Russert abonnieren will, muss erst Software eines Drittanbieters installieren. Und Besitzer von MP3-Playern – etwa von iriver, Sony oder Creative – sind nach der Übertragung auf den PC weiter auf Handarbeit angewiesen, um ihre mobile Musicbox auf dem Laufenden zu halten.

Podcaster Wanhoff sieht die Gefahr, dass kleine, unabhängige Seiten wie www.sushiradio.de („Kleinen Hörhäppchen“) von den großen Podcast-Listen wie iTunes an die Wand gespielt werden. Deshalb wollen die deutschen Podcast-Enthusiasten sogar einen Verband gründen, um der Welt zu sagen, „dass es da auch noch was anderes gibt“.

Nicht in Vergessenheit zu geraten, wird spätestens dann wichtig, wenn es um s Geld geht. August Trometer, Entwickler von iPodderX, glaubt noch, dass der Markteintritt Apples allen nutzen wird: „Ab jetzt wird uns die Werbeindustrie mehr Beachtung schenken“.

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