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Preisstreit Drillisch sieht nach Gutachten-Entwurf Etappensieg im Streit mit Telefonica

Ein Schiedsgutachter hält die Preiserhöhung von Telefonica im Zeitraum von 2016 bis 2020 für unberechtigt. 1&1 Drillisch stehe somit in keiner Zahlungsverpflichtung.
09.10.2020 - 01:38 Uhr Kommentieren
Die Preiserhöhung von Telefónica führt einem Gutachter zufolge nicht zu einer Zahlungsverpflichtung von 1&1 Drillisch. Quelle: dpa
Drillisch

Die Preiserhöhung von Telefónica führt einem Gutachter zufolge nicht zu einer Zahlungsverpflichtung von 1&1 Drillisch.

(Foto: dpa)

Berlin Im Preisstreit mit Telefonica Deutschland hat die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch nach eigenen Angaben einen Etappensieg errungen. Ein Schiedsgutachter komme in einem neuen Entwurf zu dem Ergebnis, dass die von Telefonica im Dezember 2018 geltend gemachte Preiserhöhung im geprüften Zeitraum (2016 bis 2020) in voller Höhe unberechtigt sei, teilte der Mobilfunk-Anbieter am Donnerstagabend mit.

Dementsprechend führe die Preiserhöhung aus Dezember 2018 nicht zu einer Zahlungsverpflichtung von 1&1 Drillisch. Die Parteien könnten zu den Rechtsausführungen des neuen Gutachtenentwurfs Stellung nehmen. 1&1 Drillisch gehe davon aus, dass das finale Schiedsgutachten bis Ende des Jahres vorliegen werde.

Telefonica habe Vorleistungspreise des sogenannten MBA-MVNO-Vertrags im Dezember 2018 unter Bezugnahme auf die Frequenzauktion 2015 rückwirkend um rund 64 Millionen erhöht, hieß es weiter zum Hintergrund.1&1 Drillisch hatte diese Preiserhöhung als unberechtigt zurückgewiesen und nun erneut Recht bekommen. Dementsprechend sei die Preiserhöhung wirkungslos und führe nicht zu Zahlungen von 1&1 Drillisch.

Telefonica Deutschland teilte wenig später mit, dass laut Gutachten eine Beteiligung von 1&1 Drillisch an den Kosten für die Spektrumsauktion 2015 lediglich für den Zeitraum 2016-2020 zurückgewiesen worden sei. Über den Anspruch in Folgejahren sei im Rahmen des Gutachtens nicht entschieden worden. Der unabhängige Gutachter habe festgestellt, dass Telefonica Deutschland ab 2021 berechtigt sei, entsprechende Überprüfungen einer Kostenbeteiligung auf Basis des Gutachtens zu beantragen.

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    Drillisch nutzt das Netz von Telefonica Deutschland. Im Zuge der Auflagen für den Erwerb von E-Plus im Jahr 2014 hatte sich Telefonica Deutschland verpflichtet, bis zu 30 Prozent der Netzkapazität an einen Wettbewerber zu verkaufen. Der Vertrag mit Drillisch ermöglicht eine Überprüfung der Konditionen zweimal im Jahr.

    An der Börse sorgten die Neuigkeiten für einen Kurssprung bei den Papieren von 1&1 Drillisch. Sie legten auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um drei Prozent zu. United Internet gewannen eineinhalb Prozent.

    Mehr: United Internet und Drillisch mussten zuletzt ihre Gewinnprognosen senken. Das lässt die Aktienkurse der Telekommunikationsunternehmen sinken.

    • rtr
    • dpa
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