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Probleme mit studentischen Aushilfen Verstöße gegen Arbeitsrecht: Apple setzt Vertrag mit Pegatron aus

Das Unternehmen aus Taiwan ist ein wichtiger Zulieferer für den iPhone-Hersteller. Verstöße gegen einen Verhaltenskodex führen zu zu Spannungen.
09.11.2020 - 10:21 Uhr Kommentieren
Der Zulieferer Pegatron soll in chinesischen Fabriken Arbeitsrechtsverstöße begangen haben. Apple reagiert mit einer Suspendierung der Verträge. Quelle: AP
Apple-Store in Peking

Der Zulieferer Pegatron soll in chinesischen Fabriken Arbeitsrechtsverstöße begangen haben. Apple reagiert mit einer Suspendierung der Verträge.

(Foto: AP)

Cupertino Apple hat neue Aufträge für den taiwanischen Zulieferer Pegatron wegen Arbeitsrechtsverletzungen in chinesischen Fabriken suspendiert. Ein Apple-Sprecher bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der Finanzagentur Bloomberg. Vor einigen Wochen habe Apple entdeckt, dass Pegatron bei der Verwaltung eines Programms für die Arbeit von Studenten gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten verstoßen habe.

„Pegatron hat die studentischen Hilfskräfte in ihrem Programm falsch eingeordnet und Unterlagen gefälscht, um Verstöße gegen unseren Kodex zu verschleiern“, heißt es in der Erklärung von Apple. Damit sei den Studenten regelwidrig erlaubt worden, Nachtschichten zu fahren oder Überstunden zu machen. Außerdem habe Pegatron die Studenten in einigen Fällen Arbeiten verrichten lassen, die nichts mit ihrem Hauptfach zu tun hatten.

Pegatron ist einer der wenigen Zulieferkonzerne, auf die Apple weltweit vertraut, um Flaggschiffprodukte wie das iPhone zu produzieren. Wie der größere Rivale Foxconn ist das taiwanische Unternehmen ein integraler Bestandteil der globalen Lieferkette von Apple, die im Laufe der Jahre von Arbeitsrechtsaktivisten immer wieder kritisiert wurde. Apple hat mit umfangreichen Untersuchungen auf die Vorwürfe reagiert und legt seit Jahren Berichte zu möglichen Verstößen in Zulieferbetrieben vor.

Apple verwies am Montag auf dieses „strenge Überprüfungs- und Genehmigungsverfahren für jedes Studentenarbeitsprogramm“. Damit wolle man sicherstellen, dass die Arbeit eines Praktikanten mit seinem Hauptfach in Verbindung stehe und Überstunden oder Nachtschichten verboten seien. Pegatron habe gegen diese Regeln verstoßen. Bei den Untersuchungen seien jedoch keine Beweise für Zwangsarbeit oder Arbeit für Minderjährige gefunden worden.

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    Die für die Verstöße verantwortlichen Manager bei Pegatron haben nach Angaben von Apple „außergewöhnliche Anstrengungen unternommen, um sich unseren Aufsichtsmechanismen zu entziehen“. Pegatron habe nun die für das Studentenarbeitsprogramm verantwortliche Führungskraft entlassen. „Apple hat Pegatron auf Bewährung gesetzt, und Pegatron wird keine neuen Geschäfte von Apple erhalten, bis das Unternehmen alle erforderlichen Korrekturmaßnahmen abgeschlossen hat.“ Man habe schnell reagiert, um sicherzustellen, dass die Schüler sicher nach Hause und in ihre Schulen zurückkehren können. Die Betroffenen hätten eine finanziellen Entschädigung erhalten.

    Mehr: Taiwan trotzt der Coronakrise – doch das Wachstum ist bedroht.

    • dpa
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